DS hat Spekulationen über das Aus seines kompaktesten Modells ausgeräumt. Markenchef Xavier Peugeot stellte klar, dass ein Nachfolger des DS 3 kommt – und die nächste Generation tiefgreifend überarbeitet wird. Die große Unbekannte bleibt die Form. Nach dem Wechsel vom Schrägheck zum Crossover wurde der DS 3 nicht zum Bestseller; entsprechend erkundet DS nun offen neue Stilrichtungen, die sich den gewohnten Klassen entziehen. Das wirkt nachvollziehbar.

Die Botschaft aus der Chefetage ist eindeutig: Man will sich von traditionellen Schubladen lösen, weil der Markt mit austauschbaren B‑Segment‑SUVs und Kleinwagen gesättigt ist. Intern gibt es dafür Rückendeckung. Zwischen den Zeilen deutet sich an, dass der nächste DS 3 irgendwo dazwischen landen könnte – mit einigen Crossover-Anleihen, wie man sie bei Premium-Kompakten sieht, ohne die aktuelle Rezeptur einfach zu wiederholen. Ein Ansatz, der die Identität des Autos in einem Meer der Gleichförmigkeit schärfen dürfte.

Es gibt auch einen pragmatischen Grund, das „Junior“-Modell nicht aufzugeben: Bei eher moderaten DS-Verkäufen nur auf teurere Projekte zu setzen, wäre ein riskantes Spiel. Technisch ist bereits ein Punkt gesetzt: Der künftige DS 3 ist in elektrischen und hybriden Varianten geplant. Der Zeitplan bleibt hingegen vage. Das aktuelle Modell ist nicht mehr taufrisch, sein Lebenszyklus könnte jedoch etwa bis 2028 gestreckt werden, der Nachfolger wäre demnach vor 2030 zu erwarten. Nutzt DS diesen Spielraum, könnte am Ende ein Kleinwagen stehen, der sich im dichten Feld endlich sichtbar abhebt.