Der südkoreanische Hersteller von Batteriematerial L&F teilte mit, dass der Wert seiner 2023 geschlossenen Vereinbarung mit Tesla in den Unternehmensangaben auf $7,386 herabgesetzt wurde – nach zuvor erwarteten $2,9 Milliarden. Gründe für die drastische Neuberechnung nannte das Unternehmen nicht; an den Märkten wurde der Schritt umgehend mit Teslas Batterieprogramm in Verbindung gebracht. Schon die Größenordnung wirkt wie ein unübersehbares Signal für veränderte Prioritäten entlang der Lieferkette.

Der Vertrag sah ursprünglich die Lieferung von Kathodenmaterialien mit hohem Nickelanteil in den Jahren 2024 bis 2025 an Tesla und verbundene Unternehmen vor. Quellen und Analysten deuteten an, dass es sich dabei um Vorprodukte für Teslas hausinternes 4680-Zellenformat handeln könnte. Doch die Nachfrage nach Elektroautos wächst langsamer als erhofft, und das Hochfahren der 4680-Plattform bleibt zäh: begrenzte Ausbringung, Ausbeuteprobleme und Hürden beim Trockenelektroden-Verfahren dämpfen den kurzfristigen Materialbedarf. Ein weiteres Indiz sind schwächere Verkäufe des Cybertruck, eines Modells mit 4680-Batterien.

Zwischen politischen Gegenwinden und unsicherer Nachfrage gerät Südkoreas Batteriewirtschaft unter Druck: Zulieferer berichten von stornierten Aufträgen und neu zugeschnittenen Kooperationen, während Autohersteller ihre Pläne für die Produktion saubererer Fahrzeuge anpassen. Für eine Branche mit langen Vorlaufzeiten wirkt dieser Reset wie ein Weckruf: Heute reagieren Lieferketten äußerst empfindlich auf Schwankungen bei Technologieumsetzung und Marktappetit.