Die 5 größten Design-Fehlgriffe bei Serienautos
Unsere Analyse der größten Design-Flops im Autodesign: Warum Rodius, Dodge Nitro, PT Cruiser, Subaru Tribeca und C3 Pluriel scheitern – mit klaren Beispielen.
Nr. 1. SsangYong Rodius
Dieser südkoreanische Riese wirkt, als stecke er in seinem eigenen Proportionen-Albtraum fest. Statt fließender Linien und eleganter Lösungen lieferten die Designer eine übergroße, unausgewogene Maschine. Gedacht als geräumiger Luxus-Van, bekam er den Spitznamen eines Bananenbootes wegen des überdehnten Körpers und der absurd proportionierten Front. Die Form wirkt so inkohärent, dass sie oft als eines der schwächsten Experimente im Automobildesign genannt wird; selbst im Stand findet das Erscheinungsbild nie wirklich zusammen. Schon der erste Blick lässt erahnen, warum er so oft als Negativbeispiel herhalten muss.
Nr. 2. Dodge Nitro
Amerikanische Autos stehen für Größe und Auftritt, doch dieses Chrysler-SUV verfehlte klar das Ziel. Das Modell wirkt massig und unbeholfen, als wäre es aus unpassenden Teilen zusammengesetzt. Hohe Säulen, grob gestaltete Scheinwerfer und aufgedunsene Radhäuser lassen es optisch schwer und unhandlich erscheinen. Zahlreiche Kritiker bezeichneten das Design als klobig und meinten, es erinnere eher an ein Werbemodell für Baumaschinen als an ein stilvolles City-SUV. Aus der Nähe findet es keine wirklich selbstbewusste Haltung. Die Form findet keinen Rhythmus.
Nr. 3. Chrysler PT Cruiser
Dieses Retro-Modell sorgte einst für Aufsehen, weil es klassische amerikanische Silhouetten aufgriff. Mit der Zeit gerieten die Anleihen jedoch aus der Mode: Dachlinie, runde Stoßfänger und stilisierter Kühlergrill alterten schnell und machten den Wagen zum Synonym für ein überholtes Erscheinungsbild. Heute klagen viele Besitzer über Alltagsnachteile wie schlechte Aerodynamik und geringe Effizienz, während die Form eher ein schiefes Lächeln und eine Portion Nostalgie hervorruft. Die anfängliche Romanze verfliegt schnell, sobald der Neuheitsreiz nachlässt. Der Charme hält in der Realität kaum, was die Erinnerung verspricht.
Nr. 4. Subaru Tribeca
Dieser japanische Anlauf auf das Premium-Crossover-Segment wurde optisch zum Fehlgriff. Subaru stellte ein kantiges Fahrzeug mit schwer wirkender Motorhaube und Frontscheibe vor – von Harmonie keine Spur. Besonders die Leuchtgrafik stand in der Kritik, ebenso das generelle Ungleichgewicht an der Front. Ein bekannter Kritiker sprach gar von einem Desaster und zog einen Vergleich mit dem Gesicht eines exotischen Tiers. Der Wagen wirkte stets älter, als er war. Die Front sucht eine Identität und findet sie nicht.
Nr. 5. Citroën C3 Pluriel
Französische Ingenieure setzten auf Innovation und boten ein einzigartiges modulares Cabrio, das sich fast im Fahren verwandeln ließ. In der Theorie mutig, in der Praxis jedoch fragwürdig. Grobe Klappmechanismen, unzuverlässige Türverriegelungen und eigenartige Karosserieformen machten den Alltag unbequem. Die breite Palette kräftiger Farben betonte nur, wie fehl am Platz der Wagen im Stadtverkehr wirkte. Viele Interessenten ließen sich vom ungewohnten Auftritt abschrecken, sodass der Kauf eher zum Experiment wurde als zur überlegten Wahl eines verlässlichen Autos. Die Idee hätte ein saubereres Finish verdient, als sie am Ende bekam. Man wünscht sich die gleiche Konsequenz in der Ausführung wie im Konzept.