Deutschland hat sich von Januar bis November 2025 erneut als größter Exportmarkt der türkischen Automobilindustrie herauskristallisiert, zeigen Branchendaten. In diesem Zeitraum stiegen die Lieferungen von Fahrzeugen, Komponenten und Systemen aus der Türkei nach Deutschland auf 6,14 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 39 Prozent im Jahresvergleich.

Auf den deutschen Markt entfielen rund 16 Prozent der gesamten Autoexporte der Türkei, was Deutschlands Rolle als wichtigste Absatzadresse weiter festigt. Insgesamt setzte die Branche in den ersten elf Monaten 2025 Waren im Wert von 37,8 Milliarden US-Dollar ab und behauptete damit ihre Spitzenposition unter allen Exportsektoren des Landes. Die Zahlen fügen sich in das Bild eines Jahres, in dem die Nachfrage aus Europa die Richtung vorgibt.

Europa blieb der Hauptabnehmer: 72,6 Prozent der Auslieferungen gingen in EU-Länder. Neben Deutschland verzeichneten insbesondere Spanien, Frankreich und Belgien spürbares Wachstum. Deutlich Schwung kam auch aus dem Zuliefergeschäft: Hersteller von Autoteilen summierten 14,4 Milliarden US-Dollar und damit 38,3 Prozent der Gesamtausfuhren. Das unterstreicht, dass Teile und Systeme häufig das Rückgrat der Exportbilanz bilden.

Branchenvertreter betonen, dass die Zusammenarbeit zwischen der Türkei und Deutschland längst über den Handel hinausreicht – in Entwicklung, Forschung und Lieferketten. Das stärkt die Position türkischer Hersteller auf dem europäischen Markt, wo die Nachfrage sowohl von volumenstarken Modellen als auch von Fahrzeugen getragen wird, die in ihren Segmenten Maßstäbe setzen. Diese Ausgewogenheit hält die Dynamik der Branche auf Kurs.