2026 dürfte zu einem der arbeitsreichsten Jahre für den Elektroautomarkt werden: Fast jede große Marke bereitet entweder völlig neue Modelle oder tiefgreifende Überarbeitungen vor. Der Grund liegt auf der Hand: Die Elektrifizierung ist aus der Experimentierphase heraus, jetzt entscheiden Plattform, Ladegeschwindigkeit, Effizienz und ein klar strukturiertes, verständliches Modellprogramm.

Die größte Welle wird von Mercedes erwartet. Das Unternehmen stellt eine neue Generation elektrischer Limousinen und SUVs auf 800‑Volt-Architektur in Aussicht, mit Fokus auf Reichweite und schnelles Laden; in höheren Ausstattungen kommen hoher Leistungsoutput und Allradantrieb dazu. Parallel rücken AMG-Performance-Modelle nach, um das Markenimage nicht nur beim Komfort, sondern auch beim elektrisch angetriebenen Tempo zu untermauern.

Auch Japan steht nicht still. Nissan will zentrale Baureihen neu denken: Der nächste Juke soll als reines E‑Modell kommen, während der Leaf sein Frühphasen-Image abstreifen und zu einem moderneren Crossover mit größerer Reichweite werden soll. Am unteren Ende des Marktes bahnt sich zudem ein Wettstreit um bezahlbare Citycars an – jenes Segment, auf dessen echten Durchbruch Europa seit Langem wartet.

Porsche Cayenne EV / Auto-News
D.Novikov

Stellantis setzt derweil auf starke Namen und auffälliges Design: Opel bereitet ein neues, großes Elektro-Modell mit Flaggschiff-Ambitionen vor. Doch der Preis bleibt die alte Gretchenfrage des Konzerns – und genau er wird entscheiden, wie schnell solche Neulinge Fuß fassen.

Im Premium- und Performance-Segment sorgen Polestar und Porsche für zusätzliche Spannung. Der Polestar 5 zielt auf schnelle, leistungsstarke Limousinen mit zügigem Laden, während Porsche nach den Erfolgen von Taycan und Macan sein elektrisches Portfolio weiter auffächert – mit größeren Formaten und fahrerorientierteren Modellen.