Porsche hat ein neues Brake-by-Wire-System patentieren lassen, das das Pedalgefühl unabhängig von der Temperatur konstant halten soll. Das Patent beschreibt eine Methode, die feinen Schwankungen in der Bremsansprache zu glätten, die auftreten, wenn ein Auto zwischen forciertem Fahren und gelassenerem Cruisen wechselt.

Nach Angaben von Porsche dehnen sich bei steigenden Temperaturen Bauteile wie Bremssättel und Metallleitungen stärker aus als die Bremsflüssigkeit. In der Folge muss das Pedal etwas kräftiger gedrückt werden, um die gleiche Verzögerung zu erzielen. Es handelt sich nicht um klassisches Bremsfading, sondern um kleine Abweichungen, die für präzise Kontrolle ins Gewicht fallen.

Die Lösung kombiniert einen Temperatursensor mit einem Aktuator am Hauptbremszylinder. Sobald ein definierter Wärmeschwellenwert erreicht ist, legt das System den Hydraulikkreis automatisch mit einem Hauch von Druck an – ohne das Pedal zu bewegen. Dieser Vorgriff sorgt dafür, dass der nächste Pedalweg vertraut bleibt und die Reaktion stabil ausfällt.

Das System greift nur ein, wenn es gebraucht wird, und zielt auf maximale Präzision – besonders relevant für die Sportwagen, die 2026 kommen, und für künftige Elektro-Modelle. Porsche betont außerdem, dass die Technik das Zusammenspiel aus Rekuperation und Reibbremse in E-Autos verbessern könne, sodass sich das Pedal im Alltag homogener anfühlt. Unterm Strich ist das eine angenehm unaufgeregte Antwort auf ein reales Ärgernis, das aufmerksame Fahrer kennen – und sie verspricht ein berechenbareres Auto, wenn es darauf ankommt.