Kia wollte den neuen EV2 eigentlich in Kürze auf dem Autosalon in Brüssel zeigen, doch das Modell ist vorab aufgetaucht. Einem Video eines norwegischen Journalisten zufolge wurde der kompakteste Elektro-Crossover der Marke bereits in natura gesichtet, und der kurze Clip verbreitete sich rasch im Netz. Für Kia zählt das zu den wichtigen City-Debüts Anfang 2026: Der EV2 richtet sich an alle, denen der EV3 zu groß und zu teuer ist – eine stimmige Positionierung.

Die wichtigste Erkenntnis: Das Serienauto entfernt sich kaum vom Design der Studie. Die Front wirkt markant und erwachsen, die Lichttechnik dafür pragmatischer: Schlanke Zierelemente weichen vertikalen Projektoren für Abblend- und Fernlicht. Der vordere Stoßfänger behält seine Aluminium-Einlage, nun rund um das Kennzeichen geformt. Silhouette und Flanken bleiben nahe am Showcar, ergänzt um produktionsreife Details: mechanische, bündig integrierte Türgriffe, eine Dachreling, größere Spiegel und glänzend schwarze A-Säulen. Das wirkt wie kluge Anpassungen für den Alltag statt schmerzhafter Kompromisse.

Technisch werden die Essentials dieser Klasse in Aussicht gestellt: bis zu 150 PS, eine maximale Reichweite von bis zu 400 Kilometern, Schnellladen sowie ein modernes Interieur mit zwei Displays und Over-the-Air-Updates. Das anvisierte Preisniveau von unter 30.000 Euro klingt ambitioniert, die Produktion ist in der Slowakei geplant. Liefert Kia bei diesen Eckdaten ab, könnte der EV2 Anfang 2026 zu den überzeugenderen Stadt-Stromern zählen.