Ford nutzte die CES 2026, um ein radikales Konzept zur Vereinfachung der Fahrzeugelektronik zu enthüllen: das eigene „Gehirn des Autos von morgen“, einen kompakten, leistungsstarken Rechenknoten, der Infotainment, Fahrerassistenzfunktionen und Vernetzungslogik in einem einzigen Modul vereint. Diese Architektur soll die nächste Generation der softwaredefinierten Ford-Modelle tragen.

Der Hauptvorteil: Die Lösung entsteht im eigenen Haus. Ein Team, das vor sieben Jahren aus der Mobilbranche zu Ford wechselte, hat 35 Millionen Hardware-Module produziert – mit einer Zuverlässigkeit über dem Branchenstandard. Mehr Fähigkeiten in einem Gehäuse zu bündeln, verringert die Zahl der physischen Komponenten im Fahrzeug und drückt die Stückkosten pro Modul um 10 bis 15 Prozent – ein disziplinierter, vertikaler Ansatz, der sich auf lange Sicht auszahlen dürfte.

Das neue High Performance Compute Center verspricht eine fünffach stärkere Kontrolle über zentrale Halbleiter und liefert gleich drei Ergebnisse auf einmal: höhere Leistung, annähernd halbierte Baugröße und spürbar geringere Kosten. Für ein Hardwareprogramm ist diese Dreifachkombination ein ungewöhnlich ambitioniertes Ziel – ein klares Signal für die Prioritäten. Das klingt nach einem selten klaren Fokus auf Leistung, Platzbedarf und Kosten.

Indem IVI und ADAS auf einer einzigen Plattform zusammengeführt werden, wird das Gesamtlayout schlanker, die Einführung neuer Funktionen beschleunigt und die Elektronik anpassungsfähiger. Ford hebt hervor, es gehe nicht darum, Ingenieurskunst zur Schau zu stellen, sondern Technologie zu demokratisieren – die cleveren Features von morgen sollen bei allen Besitzern ankommen statt nur im Premiumsegment. Eine pragmatische Haltung, die gut zu der Richtung passt, in die sich der Markt bewegt.