Die Geschichte um die „kugelsicheren“ Scheiben des Cybertruck bekommt ein neues Kapitel. Eine Gruppe von Tesla-Besitzern hat die Verglasung des Pick-ups auf die Probe gestellt – mit einem entscheidenden Vorbehalt.

Was tatsächlich beschossen wurde

Zum Einsatz kam nicht Teslas Serienscheibe, sondern ein Satz Armored CyberGlass – ballistische Nachrüstfenster eines Drittanbieters, speziell für den Cybertruck entwickelt. Die werkseitigen Seitenscheiben wurden ausgebaut und durch verstärkte, NIJ-zertifizierte Paneele ersetzt, die darauf ausgelegt sind, Handfeuerwaffenmunition aufzuhalten.

So lief der Test ab

Auf dem Schießstand kam ein breites Spektrum an Waffen zum Einsatz – von 9-mm-Pistolen über Gewehre bis hin zu .50 BMG. Das Glas überzog sich mit Rissen und zeigte Krater, gab jedoch nicht nach: Es blieb fest im Rahmen und ließ sich, entscheidend im Alltag, weiterhin herunter- und wieder hochfahren. Das steht in deutlichem Kontrast zur Bühnenvorführung von 2019, bei der Teslas „Armor Glass“ spektakulär zerbrach. Am Ende zählt hier weniger der Effekt als die Funktion – unscheinbar, aber aussagekräftig.

Die Grenzen des Versprechens

So eindrucksvoll die Resultate wirken, kugelsicher wird dadurch nicht jeder Cybertruck. Die Serienfenster von Tesla tragen keine ballistische Einstufung. Echten Schutz bietet nur das kostspielige Upgrade – und das schlägt mit Zehntausenden Dollar zu Buche. Unterm Strich: bemerkenswerte Widerstandskraft, doch die Schwerarbeit leistet das Nachrüst-Kit, nicht die Werksausstattung.