Eines der seltensten modernen Modelle von Aston Martin ist auf dem Sammlermarkt aufgetaucht: der Valiant. Von ihm existieren lediglich 38 Exemplare, und eines davon, mit minimaler Laufleistung, wird nun angeboten.

Aston Martin Valiant: Idee und Herkunft

Der Valiant ist die Weiterentwicklung des Valour, der zum 110-jährigen Markenjubiläum entstanden ist. Angestoßen wurde das Projekt von Formel-1-Doppelweltmeister Fernando Alonso, der sich eine leichtere, steifere und noch fahrerorientiertere Variante wünschte. Herausgekommen ist der Valiant – ein Sportwagen, der Retro-Ästhetik mit betont analogem Charakter verbindet und damit wie ein bewusster Gegenentwurf zur allgegenwärtigen Digitalisierung wirkt.

Technik und Umsetzung

Unter der Haube arbeitet ein 5,2-Liter-V12 mit zwei Turboladern und 740 PS, kombiniert mit einer manuellen Sechsgang-Schaltung und Hinterradantrieb. Auf dem Papier liest sich das wie ein Manifest für Puristen. Im Vergleich zum Valour erhält der Valiant ein überarbeitetes Fahrwerk, standfestere Bremsen und zusätzliche Carbon-Elemente zur Gewichtsreduktion. Das angebotene Fahrzeug ist in Crimson Red Metallic lackiert und hat rund 800 Kilometer absolviert – allein der Datenmix verspricht eine rohere, unmittelbarere Fahrerfahrung.

Aston Martin Valiant
PistonHeads

Seltenheit und Marktattraktivität

Der Valiant ist ein extrem nischiger Supersportler, abgeleitet von einem ohnehin limitierten Modell. Die Verbindung zu Alonso, die winzige Stückzahl und das Rezept aus V12 und Handschalter machen ihn für Sammler besonders reizvoll. Ein Preis von etwa 3,5 Millionen US-Dollar spiegelt nicht nur die Ingenieurskunst, sondern auch das Prestige wider, das dieses Paket mitbringt – eine Summe, die bei ausgesuchten Garagen weniger Stirnrunzeln als gezieltes Kopfnicken auslösen dürfte.

Der Aston Martin Valiant zeigt selten, wie die persönliche Vision eines F1-Piloten in Kleinserie Realität wird. Auf dem Sammlermarkt wirkt dieses Angebot weniger wie ein normales Inserat und mehr wie eine langfristige Anlage in Begehrlichkeit.