ADAC-Liste 2025: Warum Elektroautos bei Besitzkosten dominieren
ADAC bewertet 100 Modelle: Im Ranking 2025 führen Elektroautos dank niedriger Besitzkosten und stabiler Restwerte. Erfahre die Sieger und wichtigsten Trends.
Der ADAC hat das Jahr 2025 bilanziert und seine jährliche Rangliste der Pkw mit der besten Gesamteffizienz im Besitz veröffentlicht. Die Auswertung betrachtet einen Nutzungszeitraum von fünf Jahren und bezieht Wertverlust, Steuern, Versicherung, Wartung und laufende Kosten ein, berichtet 32CARS.RU.
Erstmals seit Beginn der Erhebung führen Elektroautos die Liste eindeutig an. Hatte im Vorjahr das bestplatzierte E-Modell lediglich die zweite Reihe erreicht, so stehen Ende 2025 bereits sieben Stromer in den Top 10.
Den Spitzenplatz holte sich der Hyundai Inster — dank stimmiger Preise, geringer Serviceaufwände und solider Restwerte. Dahinter landete der MINI Cooper E, der das beste Verhältnis aus technischer Bewertung und Gesamtkosten traf.
Unter den ersten Zehn finden sich außerdem Dacia Spring, KIA EV3, MINI Aceman, Renault 5 E‑Tech und Skoda Elroq. Letzterer erzielte mit 1,6 Punkten die höchste technische Wertung im gesamten Ranking und verwies damit sogar günstigere Wettbewerber knapp auf die Plätze.
Parallel dazu erwies sich der Dacia Spring als das sparsamste Auto bei den Gesamtausgaben und kam dank niedrigem Einstiegspreis und äußerst geringen Betriebskosten auf 1,4 Punkte. Insgesamt analysierte der ADAC rund 100 Modelle. Kein Fahrzeug erhielt die Note sehr gut; 32 wurden mit gut bewertet, 63 mit befriedigend, weitere fünf mit ausreichend.
Am wirtschaftlich schwächsten schnitten Premium-Verbrenner ab — hoher Wertverlust und teure Inspektionen drücken ihre Effizienz. Zudem blieben chinesische Marken außen vor, weil verlässliche Daten zu den Besitzkosten fehlten. Die Botschaft ist unübersehbar: Elektroautos sind nicht wegen Umweltparolen, sondern wegen der Zahlen aus der Nische in die Breite gerückt.
Die ADAC-Liste 2025 wirkt wie ein Wendepunkt im Markt. Stromer setzten sich nicht dank Förderungen oder Modetrends durch, sondern mit kühler Mathematik. Hält dieser Trend an, entscheidet zwischen Motor und E-Motor bald weniger das Bauchgefühl als der Taschenrechner — eine nüchterne, aber überzeugende Erkenntnis.