Der Mazda 6e etabliert sich zunehmend in Europa. Der elektrische Fließheck hat innerhalb weniger Monate über 7.000 Käufer angelockt und überraschenderweise zu einem ernsthaften Konkurrenten für Volkswagen und Nissan entwickelt, indem er aktiv Kunden von diesen Marken abzieht.

Mazda 6e und der Markt

Mazda hatte ursprünglich erwartet, dass 80 Prozent der Kunden von eigenen Verbrennermodellen auf Elektroautos umsteigen würden. Tatsächlich aber kommen mehr als die Hälfte der Käufer von anderen Marken. Besonders auffällig ist der Zustrom ehemaliger Volkswagen e-Golf-Besitzer, die den ID.3 übersprungen haben und direkt in eine höhere Klasse mit dem Mazda 6e gewechselt sind.

Unternehmen stellen zudem ihre Firmenflotten vom Passat auf dieses neue Elektromodell um, obwohl es keine Kombiversion gibt. Dazu gehören auch Fahrer, die von ihrem ersten Elektroauto wie dem Nissan Leaf genug haben.

Gründe für den Erfolg

Mazda 6e / Autonews
mazda.jp

Der Mazda 6e basiert auf der chinesischen Deepal-L07-Plattform, wurde aber an europäische Standards angepasst und verfügt über hochwertige Elektronik sowie eine praktischere Fließheckkarosserie. Dieser Punkt ist entscheidend, denn er macht das Auto attraktiv für alle, die eine günstigere und moderne Alternative zum ID.7 suchen. Für Mazda bedeutet das einen wichtigen Schritt nach vorn. Der letzte Elektro-Neustart mit dem MX-30 war ein Flop, und die Marke brauchte dringend ein neues E-Auto, das nennenswerte Stückzahlen bringt.

Mazdas Strategie in Europa

Mazda will bis Ende des Jahres bis zu 40.000 Elektrofahrzeuge in Europa verkaufen, darunter den bevorstehenden CX-6e. Das Unternehmen räumt jedoch ein, dass es nicht so schnell E-Autos entwickeln kann wie größere Hersteller.

Wegen hoher Zölle auf chinesische Elektroautos plant Mazda keine Reichweitenverlängerer-Versionen für Europa, obwohl diese in China erhältlich sind. In der Praxis ist der Erfolg von 6e und CX-6e für Mazda von entscheidender Bedeutung, um die durchschnittlichen CO₂-Emissionen zu senken und mögliche Strafzahlungen im Jahr 2026 zu vermeiden.