Nissan steckt erneut in einem Skandal: Rogue-Besitzer haben eine Sammelklage eingereicht. Sie behaupten, die Heckscheiben ihrer SUV könnten ohne erkennbaren Grund plötzlich zerspringen. Diese Vorfälle passieren sowohl während der Fahrt als auch im Stand und stellen ein Sicherheitsrisiko dar.

Technische Details des Problems

Der Klage zufolge betrifft der Schaden Fahrzeuge der Baujahre 2021 bis 2025. Die Heckscheibe reißt und explodiert in Sekundenbruchteilen. Fälle werden bereits bei Laufleistungen unter 15.000 Kilometern gemeldet, was normalen Verschleiß ausschließt. Besitzer berichten, Nissan lehne Garantieersatz ab und schiebe die Schuld auf äußere Einwirkung. Das zwinge sie, unabhängige Werkstätten aufzusuchen und die Reparaturen selbst zu bezahlen.

Die genaue Ursache des Defekts ist offiziell noch unbestätigt. Juristen nennen jedoch zwei mögliche Gründe: eine fehlerhafte Montage oder einen Herstellungsfehler im Glas selbst. In jedem Fall bergen betroffene Fahrzeuge ein Risiko. Eine zerspringende Scheibe kann den Fahrer erschrecken und zum Kontrollverlust führen, während eine kaputte Scheibe das Diebstahlrisiko erhöht.

Rechtliche Aspekte und Auswirkungen auf die Marke

Die Klage wirft Nissan Vertragsbruch, unlautere Geschäftspraktiken und die Verschleierung wichtiger Verbraucherinformationen vor. Die Kläger behaupten, Nissan habe von dem Problem gewusst, aber keine Maßnahmen ergriffen, um Besitzer zu warnen oder einen Rückruf zu starten.

Diese Situation wird dadurch verschärft, dass der Rogue bereits mehrere größere Kampagnen durchlaufen musste: einen umfangreichen Motorenrückruf und kürzlich ein Problem mit falsch montierten Reservereifen. Der neue Skandal erhöht die Reputationsrisiken und setzt den Hersteller zusätzlich unter Druck.