Das BNCAP-Programm in Indien hat Crashtest-Ergebnisse für den aktualisierten Tata Punch veröffentlicht – und die fallen für einen Subkompakt-Crossover überraschend gut aus. Das Modell erhielt die maximalen fünf Sterne sowohl für den Insassenschutz von Erwachsenen als auch von Kindern. Laut SPEEDME.RU bleibt dies in der erschwinglichen Preisklasse eine Seltenheit.

Beim Erwachsenenschutz erreichte der Punch 30,58 von 32 möglichen Punkten. Im Frontalaufpralltest mit deformierbarer Barriere erzielte er 14,71 von 16 Punkten, beim Seitencrashtest 15,87 von 16. Auch der Seitenpfahlaufprall wurde bestanden. Die Lastverteilungskarten zeigen überwiegend „gute“ Schutzbereiche für die Dummys und nur wenige Kompromisszonen.

BNCAP weist darauf hin, dass die Fünf-Sterne-Bewertung nicht für die gesamte überarbeitete Punch-Baureihe gilt. Sie gilt nur für Versionen mit Benzin- oder Benzin-CNG-Antrieb, die wahlweise mit manuellem oder automatisiertem Schaltgetriebe erhältlich sind.

Voraussetzung ist zudem ein serienmäßiges Sicherheitspaket mit elektronischem Stabilitätsprogramm, Seiten- und Kopfairbags sowie Gurtwarnern. Für die Subkompakt-Crossover-Klasse hat dieses Ergebnis strategische Bedeutung.

Der Tata Punch bewegt sich in einer preissensiblen Klasse, in der traditionell Design und Ausstattung über strukturelle Sicherheit gestellt wurden. Die Top-Bewertung stärkt die Position des Modells und erhöht den Druck auf die Konkurrenz, die nun möglicherweise ihre Sicherheitsstrategie überdenken muss.

Die Leistung des Punch zeigt: Ein hohes Maß an passiver Sicherheit ist längst nicht mehr nur teuren Autos vorbehalten. Setzt sich dieser Trend fort, könnte Sicherheit in den kommenden Jahren auch in den günstigsten Segmenten zum neuen Standard werden – und Hersteller dazu zwingen, mehr in die Karosseriestruktur zu investieren als nur in Marketing.