Lamborghini verabschiedet sich von Elektro-Supersportwagen
Lamborghini hat seine Elektrostrategie überarbeitet und setzt stattdessen auf Plug-in-Hybride. Erfahren Sie, warum das Unternehmen den vollelektrischen Supersportwagen gestoppt hat.
Lamborghini hat seine Elektrostrategie überarbeitet und Pläne für einen vollelektrischen Supersportwagen aufgegeben. Diese Entscheidung folgte auf Marktanalysen sowie Gesprächen mit Händlern und Kunden.
Warum das Elektroprojekt gestoppt wurde
Laut CEO Stephan Winkelmann wäre die Investition in ein vollelektrisches Modell angesichts der aktuellen Marktlage finanziell unverantwortlich. Das zuvor vorgestellte Lanzador-Konzept sollte eigentlich 2028 auf den Markt kommen, doch das Unternehmen kam zu dem Schluss, dass die Nachfrage im hochpreisigen Elektro-Supersportwagen-Segment derzeit noch begrenzt ist.
Fokus auf Hybridantriebe
Statt auf reine Elektroautos setzt Lamborghini nun verstärkt auf Plug-in-Hybridsysteme. Bis 2030 sollen alle Modelle der Marke mit PHEV-Antrieben ausgestattet sein. Wichtig ist dabei, dass das Unternehmen Verbrennungsmotoren so lange wie möglich beibehalten will. Bereits jetzt nutzen Schlüsselmodelle wie der Revuelto, der Urus PHEV und der Temerario Hybridtechnologie.
Finanzergebnisse und Märkte
Im Jahr 2025 erzielte Lamborghini einen Rekordabsatz von 10.747 Fahrzeugen. Europa und der Nahe Osten bleiben die wichtigsten Märkte, während die USA einen Umsatzrückgang von fast 10 % verzeichneten. Der Hybrid-Revuelto, der ab 450.000 Pfund zu haben ist, hat das Wachstum vorangetrieben, während der Urus PHEV und der Temerario die Position der Marke im Premiumsegment stärken.
Insgesamt vollzieht Lamborghini eine pragmatische Wende hin zu Hybridfahrzeugen. Dieser Schritt weg von einem vollelektrischen Modell unterstreicht eine vorsichtige Investitionsstrategie, die angesichts der unsicheren Nachfrage nach teuren Elektroautos die Profitabilität priorisiert.