Honda biegt mit dem überarbeiteten V6 für Aston Martin auf die Zielgerade ein. Auslöser war der jüngste FIA-Bericht zum ADUO-Programm — jenem System, das festlegt, welche Hersteller mitten in der Saison an ihre Antriebseinheit dürfen und wie tief.
Aston Martin will den AMR26B in der zweiten Sommerhälfte auf die Strecke bringen. Die Kandidaten liegen auf der Hand: der Große Preis von Ungarn oder Belgien. Eine Frage bleibt. Wird Honda den neuen Motor rechtzeitig fertigbekommen?
Shintaro Orihara, Chefingenieur von Honda Racing, erklärt die Lage ohne Pathos. Zu Saisonbeginn liefen Simulationen und Tests an der Einzylinder-Anlage. Jetzt hat sich die Arbeit auf den vollständigen V6 verlagert. Im Werk gibt es bereits positive Ergebnisse — aber der Leistungszuwachs kommt schrittweise. Keine Wunder an einem einzigen Wochenende.
Bei Aston Martin wartet man auf das Upgrade wie auf Luft zum Atmen. Teamchef Mike Krack stellt es klar: Der Dialog mit Honda ist offen, beiden Seiten ist bewusst, dass ohne Fortschritt die Saison im Sand verläuft.
Doch vor dem Upgrade steht noch Barcelona — und das wird kein Geschenk. Der Circuit de Barcelona-Catalunya gilt als Strecke, die jede Schwäche eines Autos schonungslos offenlegt. Dieses Wochenende zeigt das wahre Tempo des AMR26. Ohne Ausreden. Ohne Sternchen.