BMW hat es endlich ausgesprochen: Der nächste M3 wird elektrisch — und er wird schlicht M3 heißen, ganz ohne Zusatz. BMW-M-Chef Frank van Meel bestätigte beim Goodwood Festival of Speed, dass die erste vollelektrische Sportlimousine der Marke nicht iM3 oder ähnlich heißen wird. Einfach M3 — wie all seine Vorgänger mit Verbrennungsmotor. Das Modell mit dem internen Kürzel ZA0 soll 2027 auf den Markt kommen und wird eines der ersten Serien-Elektrofahrzeuge von BMW M auf der Neue-Klasse-Architektur sein.
Der Hersteller selbst spricht bislang offiziell nur davon, dass die Produktion der neuen elektrischen BMW-M-Modelle ab 2027 beginnt. Grundlage der künftigen Fahrzeuge wird eine spezielle Version der Neue-Klasse-Plattform mit vier Elektromotoren und individueller Antriebssteuerung an jedem Rad sein.
Nur ein Problem: Der M3 wird künftig keinen Verbrennungsmotor mehr haben — die typischen Emotionen sollen laut BMW trotzdem erhalten bleiben. Das Unternehmen entwickelt eine synthetische Sound-Kulisse und simulierte Gangwechsel, damit der Fahrer das Auto weiterhin akustisch und über die Rückmeldung in den Händen spürt — auch ohne einen Tropfen Benzin unter der Haube.
Und hier wird es richtig spannend. Der elektrische ZA0 wird nicht der einzige Nachfolger des aktuellen M3 G80 sein — parallel entwickelt BMW den Benziner G84 mit Reihensechszylinder. Laut van Meel bekommt dieser kein Plug-in-Hybridsystem wie der größere M5.
Der elektrische M3 soll zuerst erscheinen, auf die Benzinversion müssen Käufer länger warten. Genaue Termine, Leistungsdaten und Preise beider Fahrzeuge sind noch nicht bekannt. Der Trend ist aber klar: BMW zwingt seine Käufer nicht pauschal zur Elektromobilität. Zwei unterschiedliche M3-Charaktere — die Wahl bleibt bei Ihnen.
Zuvor wurde bereits gezeigt, dass beim Festival in Goodwood der BMW M3 Touring anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Modells präsentiert wurde.