Der japanische Hersteller Toy-Factory hat eine komplette Überarbeitung seines Campers DA VINCI 5.4 angekündigt — und auf den ersten Blick sieht das Fahrzeug unverändert aus. Erst beim genaueren Hinsehen wird klar: Fast alles, was zählt, hat sich geändert. Die öffentliche Premiere und der Verkaufsstart fanden am 11. und 12. Juli auf der Tokyo Camping Car Show 2026 statt. Der Preis liegt bei 15.840.000 Yen inklusive Steuer.
Die Basis bildet ein rechtsgelenkter Fiat Ducato L2H2 mit Frontantrieb. Sein 2,2-Liter-Turbodiesel leistet 180 PS und 450 Nm, dazu kommt ein Achtgang-Automatikgetriebe. Das Fahrzeug ist 5.410 mm lang, 2.100 mm breit und 2.525 mm hoch. Diese letzte Zahl weicht übrigens von den in der ursprünglichen Veröffentlichung genannten 2.620 mm ab.
Den DA VINCI als Zweisitzer zu bezeichnen, wäre übertrieben: Die Unterlagen weisen vier Sitzplätze und zwei Schlafplätze aus. Im Heck befinden sich zwei feste Betten, die nach dem Facelift jeweils um 100 mm gewachsen sind: Das obere Bett misst nun 1.930 x 1.180 mm, das untere 1.810 x 1.055 mm.
Im Grundpreis bereits enthalten sind ein 70-Liter-Kühlschrank, eine Mikrowelle, eine autarke Standheizung, eine wasserlose Toilette, ein 1.500-W-Wechselrichter sowie zwei Bleibatterien mit je 95 Ah. Eine Klimaanlage für den Wohnbereich, Lithiumbatterien, ein Boiler und eine Dusche bleiben Optionen — ein gut ausgestattetes Fahrzeug liegt am Ende spürbar über den 15,84 Mio. Yen Basispreis.
Der Vergleich mit dem Toyota HiAce hinkt. In der Länge liegen beide Fahrzeuge zwar nah beieinander, doch der DA VINCI ist deutlich breiter als ein gewöhnlicher japanischer Transporter und wird von Anfang an als fertiger Camper mit komplettem Wohnmodul verkauft, nicht als Basis für einen Umbau. Als direkter HiAce-Konkurrent taugt er allenfalls unter teuren Reisemobilen — nicht auf dem Markt für gewöhnliche Nutzfahrzeuge.