Dieser Kei-Van klappt sich zum Camper mit zweitem Stock auf

Dieser Kei-Van klappt sich zum Camper mit zweitem Stock auf
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Aufstelldach, 200-Ah-Batterie und Webasto-Heizung in einem Kei-Van vereint — Route Six zeigt den Conffy II POP auf der Tokyo Camping Car Show 2026.

Route Six hat auf der Tokyo Camping Car Show 2026 etwas mitgebracht, das auf den ersten Blick wie ein gewöhnlicher Kei-Van aussieht — sich aber zu einem zweistöckigen Wohnhaus auf Rädern entfalten lässt. Es ist der kompakte Camper Conffy II POP auf Basis des Daihatsu Atrai — keine Werksversion von Daihatsu selbst, sondern ein tiefgreifender Umbau eines Drittanbieters mit Aufstelldach.

Der normale Conffy nimmt vier Passagiere mit, doch schlafen können darin nur zwei — die übrigen müssen mit den Sitzen vorliebnehmen. Das Aufstelldach löst dieses Problem: Es schafft zwei zusätzliche Schlafplätze, und erst dann wird die versprochene „Vier-Personen“-Kapazität buchstäblich wahr. Wie bequem es dort zu viert tatsächlich zugeht, verrät Route Six diskret nicht.

Die Ausstattung für ein derart kleines Fahrzeug ist dagegen fast schon übertrieben. Eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 200 Ah, eine 12-Volt-Klimaanlage, eine Webasto-Standheizung, ein 1000-Watt-Wechselrichter, externer Netzanschluss und Laden während der Fahrt — die Liste liest sich wie bei einem viel größeren Fahrzeug. Die Karosserie erhält zusätzliche Dämmung, die Hinterachse verstärkte Bauteile: die ganze Elektronik und Technik bringt spürbar mehr Gewicht mit sich.

Route Six bietet drei Innenraumvarianten zur Auswahl an. Der Conffy I hat ein niedriges, vierteiliges Bett und einen Tisch, der nach draußen getragen werden kann. Der Conffy II bekommt einander gegenüberliegende Sitzplätze und ein Waschbecken. Der Conffy III bringt das breiteste Bett und eine sechsteilige Matratze mit. Für die Tokioter Messe hat sich das Unternehmen offiziell für den Conffy II mit Aufstelldach entschieden.

Der eigentliche Vorteil des Conffy liegt nicht im „zweiten Stock“ selbst — sondern darin, Klimaanlage und Heizung bei abgeschaltetem Motor laufen lassen zu können. Der Haken liegt auf der Hand: Aufstelldach, Extras und Sonderausstattung treiben den Preis spürbar nach oben. Aus einem gewöhnlichen Kei-Van günstig einen Camper zu machen, klappt diesmal nicht.

Zuvor hatte Daihatsu bereits einen 710 Kilogramm leichten Mira e mit Turbomotor und Schaltgetriebe vorgestellt.

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