Der schwarze Kona, den nur Italien kaufen darf, kostet kaum mehr als das Basismodell

Der schwarze Kona, den nur Italien kaufen darf, kostet kaum mehr als das Basismodell
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Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Das Kontrastdach allein steht mit 650 Euro in der Preisliste. Hyundai verlangt 600 Euro für das komplette Dark-Line-Paket — samt 12,3-Zoll-Instrument aus der teureren Ausstattung.

Italien hat gerade ein Auto bekommen, das sonst niemand kaufen kann. Hyundai Motor Company Italy spendiert dem Crossover KONA eine Dark-Line-Version — und das ist keine globale Sonderserie, sondern eine Erfindung der italienischen Tochter der Koreaner, die es nur in italienischen Schauräumen gibt.

Das Rezept ist geradezu unverschämt simpel: schwarzes Kontrastdach, Spiegelkappen im gleichen Ton, dunkle Einsätze im Kühlergrill, neue 18-Zoll-Leichtmetallräder in Schwarz und Dark-Line-Schriftzüge an den Flanken. Kein Gramm neue Technik — reine Optik. Und genau so verkauft Hyundai in Italien seit ein paar Jahren Autos.

Und dann kommt die Rechnung, um die es eigentlich geht. Die Benzinversion mit dem 1.0 T-GDI, 115 PS und Handschaltung startet bei 27.950 Euro. In der nationalen Preisliste für den KONA des Modelljahrs 2027 verlangt der Einstieg XTech mit demselben Motor 27.350 Euro, die nächste Stufe Business bereits 28.750. Dark Line kostet also 600 Euro mehr als der billigste KONA überhaupt. Und allein das Kontrastdach mit schwarzen Spiegeln steht in derselben Liste als separate Option — für 650 Euro.

Hyundai KONA Dark Line
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Beim Vollhybrid 1.6 GDI HEV mit 138 PS und DCT wird der Abstand noch komischer: 33.550 Euro gegenüber 33.350 für den Basis-XTech — ein Aufpreis von 200 Euro. Der WLTP-Verbrauch liegt bei 4,6–4,8 l/100 km, der CO2-Ausstoß bei 104–109 g/km.

Im Innenraum warten ein digitales Kombiinstrument Cluster Supervision und ein Multimediadisplay mit Navigation, beide 12,3 Zoll groß. Und hier steckt die zweite Hälfte des Tricks: Der 12,3-Zoll-Touchscreen sitzt in jedem KONA, ein solches Kombiinstrument gibt es laut Preisliste dagegen erst ab der Version Business — der Einstieg XTech muss mit einem 12-Zoll-Display und einem 4-Zoll-Einsatz auskommen. Dazu kommen Zweizonen-Klimaautomatik, Regensensor, elektrochromer Spiegel, elektrische Lordosenstütze für den Fahrersitz, kabelloses Laden, Bluelink-Dienste mit Over-the-Air-Updates und das komplette SmartSense-Paket: Spurhalteassistent, Notbremsassistent mit Erkennung von Fahrzeugen, Fußgängern und Radfahrern, Müdigkeitswarner und Verkehrszeichenerkennung.

Eine Ungereimtheit bleibt trotzdem. In der Pressemitteilung nennt Hyundai für den Hybriden 33.550 Euro, auf der laufenden Aktionsseite stehen dagegen 33.950 — 400 Euro Differenz, die die Marke nicht erklärt.

Die Dark-Line-Familie begann mit dem TUCSON, erreichte danach i20 und BAYON, jetzt ist der KONA an der Reihe. Das Auto steht bereits bei den italienischen Händlern — mit der bekannten Hyundai-Garantie über fünf Jahre ohne Kilometerbegrenzung.

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