Audi hat gerade einen längeren, günstigeren Rivalen für den BMW X7 gebaut

Audi hat gerade einen längeren, günstigeren Rivalen für den BMW X7 gebaut
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Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Audis größtes SUV aller Zeiten startet in Deutschland bei 108.400 Euro — fast auf Höhe des Diesel-BMW X7. Dennoch ist der Q9 länger und bietet serienmäßig sieben Sitze.

Die Deutschen fanden, der Q7 reiche nicht mehr. Audi hat den Q9 vorgestellt — und preislich liegt das neue Flaggschiff fast exakt auf dem Niveau des Diesel-BMW X7 xDrive40d: 108.400 Euro gegen 108.500 Euro. Der Unterschied beträgt hundert Euro, doch die Karosserie des Audi fällt deutlich größer aus.

Audi bezeichnet den Q9 in der offiziellen Mitteilung als sein erstes vollgroßes SUV — und das sind keine leeren Worte. Die Länge erreicht 5.310 mm, die Breite 2.210 mm inklusive Spiegel, die Höhe 1.810 mm, der Radstand 3.140 mm. Das neue Flaggschiff ist nicht nur länger als der BMW X7 — sondern gleich um 129 mm, und übertrifft die Mercedes-Benz GLS um 93 mm.

Sieben Sitze gehören zur Serienausstattung, ohne Aufpreis, berichtet SPEEDME. Alle drei Sitze der zweiten Reihe verfügen über Isofix-Halterungen, der äußere lässt sich elektrisch verschieben und neigen — ein montierter Kindersitz muss dafür nicht entfernt werden. Gegen Aufpreis ersetzen zwei Einzelsitze die Sitzbank, und der Q9 wird zum Sechssitzer.

Unter der Haube gibt es zum Marktstart nur Diesel: ein Dreiliter-V6 mit 299 PS und 630 Nm Drehmoment. Ihm zur Seite stehen ein 48-Volt-System MHEV plus, ein elektrischer Verdichter, eine Achtstufen-Automatik und der serienmäßige quattro-Allradantrieb. Der angegebene Verbrauch liegt bei 7,4–8,0 l/100 km. In mehreren europäischen Ländern wird zudem eine gedrosselte Version mit 245 PS und 500 Nm angeboten.

Audi Q9
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Die Luftfederung gehört zur Serienausstattung — und ist keine Spielerei: Die Bodenfreiheit lässt sich in einem Bereich von 90 mm verändern. Die Hinterräder lenken bis zu fünf Grad mit: beim Einparken gegenläufig zur Verkürzung des Wendekreises, bei höherem Tempo gleichsinnig für mehr Stabilität. Auch ein Anhänger mit bis zu 3,5 Tonnen ist kein Problem.

Danach beginnt eine regelrechte Liste an Extravaganzen: automatische Türen mit Hindernissensoren, ein Panoramadach von über 1,5 Quadratmetern, eine Fünf-Zonen-Klimaautomatik, drei Displays vorn. Das Bang-&-Olufsen-Soundsystem bringt 22 Lautsprecher mit 1.360 Watt und Vibrationsaktuatoren direkt in den Sitzen — die Bässe sind hier nicht nur zu hören, sondern am ganzen Körper zu spüren.

Der Fahrassistent kann lenken, beschleunigen, bremsen und selbstständig die Spur wechseln — ohne dass der Fahrer das Lenkrad dauerhaft festhalten muss — auf freigegebenen Strecken bis zu 130 km/h. Zurücklehnen sollte man sich trotzdem nicht: Es handelt sich um ein System der Automatisierungsstufe 2, der Fahrer muss die Straße im Blick behalten und jederzeit bereit sein, die Kontrolle zu übernehmen. Vorerst funktioniert die Funktion nur in Deutschland, den USA und Kanada.

Gebaut wird der Q9 in Bratislava. Die Bestellung ist in Deutschland seit Ende Juli möglich, die ersten Kundenauslieferungen sind für November 2026 geplant. Der gleichzeitig gezeigte SQ9 gilt bislang als US-Exklusivmodell — ob eine Sportversion auch auf anderen Märkten erscheint, lässt Audi noch offen.

Das Fazit ist einfach: Für fast dasselbe Geld wie beim BMW X7 bekommt der Käufer eine längere Karosserie, eine echte dritte Sitzreihe für Erwachsene und eine großzügige Serienausstattung. Die Mercedes-Benz GLS ist zwar günstiger — doch bei diesem Ausstattungsumfang ist der Unterschied im Einstiegspreis offenkundig nicht das entscheidende Argument.

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