Dieser Outlander hält Strom und Kommunikation am Leben wenn alles ausfällt

Dieser Outlander hält Strom und Kommunikation am Leben wenn alles ausfällt
Gehirn
Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Der NERV-Outlander kombiniert Starlink, Q-ANPI und bis zu 1.500 W Bordstrom — gedacht für Regionen, in denen Netze und Infrastruktur ausfallen.

Ein Dienst-Crossover? Nicht mehr. Mitsubishi hat den Outlander PHEV in eine echte mobile Krisenzentrale verwandelt — mit eigener Stromversorgung und gleich zwei Satelliten-Kommunikationswegen. Seit dem 1. September ist in Tokio das fünfte NERV-Fahrzeug im Einsatz, ein 5LA-GN0W auf Basis der BLACK Edition. Es kann über AC100V bis zu 1.500 W bereitstellen, per Starlink ins Internet gehen und zusätzlich Daten über das japanische Satellitensystem „Michibiki“ übertragen. Und das ist kein Experiment mehr: Mitsubishi und Gehirn haben das Projekt offiziell in Betrieb genommen.

Das Spannendste ist jedoch nicht die auffällige Beklebung. Was passiert, wenn die terrestrische Kommunikation komplett zusammenbricht? Starlink soll Internet und WLAN erhalten, während das Q-ANPI-Terminal über „Michibiki“ Standort und Zustand von Notunterkünften, die Zahl der Evakuierten sowie Informationen zu ihrer Sicherheit übermitteln kann. Gleichzeitig kann das Fahrzeug Computer, Beleuchtung, Ladegeräte und weitere Technik an Hilfspunkten versorgen.

Auch die Wahl der Basis ist kein Zufall. Der aktuelle japanische Outlander PHEV verfügt über eine Traktionsbatterie mit 22,7 kWh, Mitsubishi nennt bis zu 106 km rein elektrische Fahrt für die Ausstattung M und bis zu 102 km für die übrigen Versionen. Die integrierten AC100V-Steckdosen liefern zusammen maximal 1.500 W.

Mitsubishi Outlander PHEV
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Und jetzt zu einer Zahl, die fast unglaublich klingt: Mit voller Batterie und vollem Tank kann der Outlander PHEV laut Mitsubishi bei Nutzung der Fahrzeug-Generatorfunktion ungefähr 11 Tage durchschnittlichen Haushaltsverbrauch abdecken. Die Rechnung basiert auf rund 10 kWh pro Tag. Doch es gibt einen entscheidenden Haken. Das bedeutet keineswegs, dass das Einsatzfahrzeug 11 Tage lang ununterbrochen 1.500 W liefern kann — die tatsächliche Dauer hängt von Last, Anschlussart, Generatormodus und Verlusten ab.

Der Outlander PHEV bleibt zugleich eines der wichtigsten Mitsubishi-Modelle: In Japan lag er zwei Geschäftsjahre in Folge auf Platz eins der PHEV-Kategorie. Die NERV-Version bietet Allradantrieb mit zwei Elektromotoren, S-AWC, sieben Fahrmodi und Kaltwetterausstattung. Damit ist sie nicht bloß eine mobile Batterie, sondern ein Fahrzeug für Orte, an denen die normale Infrastruktur bereits aufgegeben hat.

Der neue Wagen Nr. 5 ersetzt den bisherigen Outlander PHEV, das vierte Fahrzeug des Projekts. Gehirn verfügt nun über zwei aktive Fahrzeuge: Nr. 3 auf Basis des Eclipse Cross PHEV und den neuen Nr. 5. Beide sind in Tokio stationiert und können auf Anfrage in betroffene Gebiete geschickt werden. Mitsubishis Katastrophenhilfe geht zudem weit über NERV hinaus: Das Unternehmen hat bereits entsprechende Vereinbarungen mit mehr als 200 japanischen Kommunen geschlossen.

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