Ford Mustang 1965 mit Tesla-Antrieb: Elektrischer Klassiker
Ein Ford Mustang von 1965 wurde mit einem Tesla-Antriebsstrang umgebaut – 600 PS, 50:50-Gewichtsverteilung und Rennstrecken-Performance. Entdecken Sie die Details dieses Elektro-Umbaus.
Das kalifornische Unternehmen Revolt Systems hat eine der auffälligsten Elektro-Umbauten der letzten Jahre vorgestellt: einen Ford Mustang von 1965, der komplett mit einem Tesla-Antriebsstrang ausgestattet ist. Ursprünglich als Demonstrations- und Testfahrzeug für neue Projekte gebaut, wurde dieser amerikanische Klassiker zu einer hochleistungsfähigen Rennstreckenmaschine umgewandelt. Er behält sein zeitloses Aussehen, während er einen radikal anderen Charakter erhält.
Unter der Haube sitzt jetzt eine modifizierte Tesla Model S Large Drive Unit, die auf den originalen LS-Motorlagern montiert ist. Die Hochvolt-Batterie ist unter dem Boden und teilweise im Kofferraum platziert, was eine nahezu perfekte 50:50-Gewichtsverteilung ermöglicht – etwas, das im ursprünglichen Mustang unerreichbar war. Die Integration von Batterie und Elektromotor erforderte jedoch erhebliche Änderungen an der Bodenstruktur und dem Getriebetunnel.
Der Elektromotor liefert bis zu 600 PS bei vollgeladener Batterie. Um die Effizienz auf der Rennstrecke zu maximieren, verfügt der Antriebsstrang über ein Torque Trends 1,9:1-Reduktionsgetriebe, das das Raddrehmoment effektiv verdoppelt. Der neue Leistungscharakter des Autos wird durch verstellbare QA1-Fahrwerksfederbeine und ein verbessertes Bremssystem von Baer mit 12-Zoll-Bremsscheiben, Vierkolben-Bremssätteln und Rekuperationsbremsung unterstützt.
Allerdings hat das Projekt einen Nachteil: Unter hoher Last kann die Spannung bei teilweise entladener Batterie auf bis zu 100 Volt sinken, was die maximale Leistungsabgabe reduziert. Revolt entwickelt bereits ein eigenes Batteriesystem, das auch bei aggressiver Fahrweise eine stabile Spannung halten soll.
Der elektrische Mustang debütierte erstmals 2021 auf der SEMA, doch die Entwicklung ist seither weitergegangen. Die Ingenieure haben Kühllösungen und Leistungskomponenten verfeinert und sogar alternative Getriebe getestet. Ein kurzzeitig eingebautes 6XD-Sequenzgetriebe erwies sich als zu hart für die Standard-Tesla-Halbwellen und wurde wieder entfernt.
Dieses Projekt zeigt, wie E-Technologie klassische Fahrzeuge grundlegend verwandeln kann – sie werden zu modernen Hightech-Plattformen, ohne ihre optische Authentizität zu opfern.