Die beiden deutschen Premium-SUV-Schwergewichte sind zurück im Ring — und der Abstand zwischen ihnen ist dünner, als die Datenblätter vermuten lassen. Autoblog hat den Mercedes-Benz GLC gegen den BMW X3 des Modelljahrs 2026 antreten lassen. Auf dem Papier wirken sie wie Zwillinge: ähnliche Preise, identische Basisleistung, identische Top-Sicherheitsbewertung. Schaut man genauer hin, gehen die Charaktere weit auseinander.
Der Mercedes-Benz GLC startet in den USA bei 49.550 Dollar. Der BMW X3 in der Basisversion X3 30 xDrive verlangt nur einen Hauch mehr — 50.900 Dollar. 1.350 Dollar Unterschied, im Premium-Segment praktisch eine Rundungsdifferenz. Die Modellpaletten sind dagegen nach gegensätzlichen Prinzipien aufgebaut. Mercedes-Benz bietet fünf Varianten — vom regulären GLC 300 über den Plug-in-Hybrid GLC 350e bis hin zu den brutalen AMG-Modellen, gekrönt vom GLC 63 S E Performance mit 671 PS. BMW arbeitet chirurgisch: nur X3 30 xDrive und der bissigere M50 xDrive für 65.900 Dollar. Mehr Auswahl? Mercedes. Weniger Kopfzerbrechen? BMW.
Die Basismotoren sind funktional identisch: ein 2,0-Liter-Turbo-Vierzylinder mit 255 PS und 400 Nm. Dann beginnen die Feinheiten. Der BMW X3 hat den xDrive-Allradantrieb in allen Versionen serienmäßig. Der Mercedes? 4MATIC ist Option, der Basis-GLC 300 ist hinterradgetrieben. Dazu kommt der praktische Vorteil des BMW: bis zu 1.815 kg Anhängelast und ein spürbar größerer Kofferraum. Der GLC erreicht maximal etwa 1.588 kg — spielt aber ein ganz anderes Spiel: leiserer Lauf, weichere Federung, edleres Interieur.
Innen wirkt der GLC wie ein klassischer Premium-SUV — leiser, weicher, gemütlicher. Der BMW X3 geht den umgekehrten Weg: digitales Cockpit, sportlichere Sitzposition, alles auf den Fahrer ausgerichtet. Bei der Sicherheit Patt — beide tragen das IIHS Top Safety Pick+-Siegel. Bleibt eine simple Frage: Wollen Sie ein Sofa auf Rädern oder einen Rennwagen im SUV-Kleid?