Ein Kabel, null Stress — Volvo lässt jede Lade-App alt aussehen

Ein Kabel, null Stress — Volvo lässt jede Lade-App alt aussehen
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Kein Terminal. Kein QR-Code. Keine App. Volvo schreibt die Ladegewohnheit neu — und der EX60 ist als Nächstes dran.

Die Ära der Ladekarten und Apps ist vorbei. Volvo hat im EX90 die Funktion Plug & Charge eingeführt – um einen Ladevorgang zu starten, reicht es jetzt, das Kabel einzustecken. Kein Terminal. Kein QR-Code. Keine weitere App eines x-beliebigen Anbieters.

Das Prinzip ist denkbar einfach: Das Auto identifiziert sich an der Säule selbst und löst die Zahlung über das hinterlegte Konto automatisch aus. Klingt trivial, verändert auf einer langen Reise aber das gesamte Erlebnis – gerade wenn man zwischen Netzwerken verschiedener Betreiber hin- und herspringt. Ein Dutzend überflüssiger Handgriffe weniger an jeder Station. Später kommt die Funktion auch in den Volvo EX60 – den neuen Elektro-Crossover mit bis zu 644 km Reichweite.

Und beim EX60 wird es richtig spannend. Das Auto bekommt einen NACS-Anschluss und lädt direkt am Tesla Supercharger – ohne Adapter. Aber es gibt einen Haken. Tesla-V3-Säulen werden sein Potenzial nicht ausreizen. Die Ladespitze des EX60 ist mit 370 kW angegeben, an 400-Volt-Säulen erwarten Volvos Ingenieure jedoch nur rund 120 kW – das Auto muss den Strom auf seine 800-Volt-Architektur umsetzen. Volle 150 kW am Supercharger sind erst später geplant.

Außerhalb des Tesla-Netzes hat Volvo aber einen Trumpf in der Hand: das IONNA-Netzwerk in den USA. Dessen Stationen liefern bereits bis zu 400 kW – und genau dort zeigt der EX60, was wirklich in ihm steckt: 10 bis 80 Prozent in rund 16 Minuten. Das eingebaute Google Automotive und die Volvo-Cars-App helfen, passende Säulen zu finden und die Route dorthin zu planen.

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