Der neue GLB zwingt zu einer unbequemen Wahl, und der Preis ist das kleinste Problem

Der neue GLB zwingt zu einer unbequemen Wahl, und der Preis ist das kleinste Problem
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Schneller den neuen GLB fahren? Dann den Hybrid. Glauben an Elektro? Bitte warten. Mercedes trennt seine Modellreihe um drei Monate — und um eine Weltanschauung.

Mercedes hat die Käufer des neuen GLB in Deutschland in eine unbequeme Ecke gedrängt. Den Wagen früher haben? Dann nimm den Hybrid. An Elektro glauben und warten können? Bitte Geduld. Wie MBpassion berichtet, soll der Benzin-GLB mit Mild-Hybrid-System bereits ab dem dritten Quartal 2026 zu den Kunden rollen — die rein elektrische Variante hingegen frühestens im vierten Quartal. Drei Monate Unterschied. Und Welten in der Philosophie.

Die Rede ist vom GLB der neuen Generation. Der Index X248 gehört zur Verbrennerversion, X244 steht für das Elektromodell. Und jetzt der Haken: Der Hybrid ist kein Plug-in. Unter der Haube arbeitet ein 4-Zylinder-Benziner M252 aus der Kooperation mit Geely, gekoppelt mit einem 48-Volt-Mild-Hybrid-System. Keine Steckdose. Kein „reiner Elektromodus“. Einfach ein gewöhnlicher Benzincrossover mit einem hilfsbereiten E-Motor im Hintergrund.

Zum Start ist dieser GLB günstiger als die Elektroversion. Aber nicht gewaltig — die Lücke sieht nicht mehr nach Abgrund aus.

Der Basis-Mercedes-Benz GLB 180 Hybrid kostet in Deutschland ab 50.396,50 Euro. Der GLB 200 startet bei 52.990,70 Euro, der GLB 220 bei 54.835,20 Euro, die allradgetriebene 4MATIC-Variante klettert auf bis zu 57.048,60 Euro. Die Elektropalette beginnt mit dem GLB 200 EQ ab 53.454,80 Euro. Der GLB 250 EQ steht ab 56.548,80 Euro im Preisbuch, der GLB 250+ EQ ab 59.047,80 Euro, das Topmodell GLB 350 4MATIC EQ ab 62.177,50 Euro.

Bei den Elektroversionen unterscheiden sich die Batterien — und das beeinflusst weit mehr als nur den Preis. Der GLB 200 EQ bringt 58 kWh nutzbare Kapazität mit, der GLB 250 EQ 71 kWh, während der GLB 250+ und der GLB 350 4MATIC EQ auf dem größten Akku mit 85 kWh stehen. Die Wahl zwischen Hybrid und Elektro ist also nicht wirklich eine Geldfrage. Der Hybrid landet schneller in der Garage und steckt lange Strecken locker weg — tanken und losfahren. Der elektrische GLB spielt ein anderes Spiel: günstiger im Unterhalt, aber er verlangt die Gewohnheit, zu Hause oder am Arbeitsplatz zu laden.

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