Mitsubishi macht beim Outlander PHEV einen Schritt, den man fast übersieht

Mitsubishi macht beim Outlander PHEV einen Schritt, den man fast übersieht
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Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Mitsubishi hat zwei Updates leise in den japanischen Outlander PHEV geschoben, die im Alltag mehr bringen als jede neue Lackfarbe. Verkauf läuft bereits.

Mitsubishi hat einen Schritt gemacht, den man leicht übersieht — im Alltag ist er aber sichtbarer als jede neue Lackfarbe. Der japanische Outlander PHEV bekommt ein überarbeitetes e-Assist-Paket und neue Zugangsfunktionen, der Verkauf bei den Händlern läuft schon.

Im Assistenzpaket steckt jetzt eine Hinweismeldung, wenn das vorausstehende Auto anfährt. Im Stau abgelenkt oder an der Ampel? Das System gibt einen Ton aus und blendet eine Warnung im Kombiinstrument ein. Keine Revolution. Aber genau diese Kleinigkeit nimmt im Stadtverkehr Druck raus — und das Risiko, eine Sekunde nach Grün hinten angehupt zu werden.

Das zweite Update ist das automatische Ent- und Verriegeln. Hat der Besitzer den Schlüssel dabei, spürt das Auto die Annäherung auf etwa einem Meter und öffnet sich selbst. Drei Meter weggegangen — und es verriegelt, bestätigt mit Warnblinker, Ton, Licht und einklappenden Spiegeln. Für einen Familien-SUV ist das deutlich nützlicher als noch eine Zierleiste im Innenraum: Die Hände sind meist voll mit Taschen, Kind, Regenschirmen oder Ladekabel — nicht frei für einen Funkschlüssel.

Der Preis in Japan: von 5.369.100 bis 6.901.400 Yen, also rund 33.200 bis 42.700 Dollar zum aktuellen Kurs. Die staatliche Förderung für saubere Energie liegt bei 840.000 Yen — etwa 5.200 Dollar. Damit fällt der Einstiegspreis effektiv auf rund 4,53 Millionen Yen, also etwa 28.000 Dollar.

Die technische Basis bleibt der eigentliche Grund, den Outlander PHEV überhaupt anzuschauen. Ein Allrad-Plug-in-Hybrid mit 102–106 km elektrischer Reichweite nach WLTC und 17,2–17,6 km/l im Hybridmodus. In Japan misst er sich nicht nur mit den klassischen Hybriden Toyota Harrier oder RAV4, sondern auch mit teureren Familien-SUVs — für Käufer, die nicht nur auf den Preis schauen, sondern darauf, ob sie unter der Woche fast wie mit einem Elektroauto fahren können.

Mitsubishis Stärke ist die Kombination aus PHEV und S-AWC-Allrad. Die Schwäche ist der Preis: Der Outlander spielt schon in einer Zone, in der man auf Premium-Crossover, Minivans und gut ausgestattete Toyota-Hybride zu schielen beginnt. Genau deshalb sind solche Updates wichtiger, als sie aussehen: Sie ändern den Charakter des Autos nicht, machen es aber komfortabler — und zwar genau dort, wo ein Familienauto entweder geliebt oder ertragen wird.

Der Outlander PHEV ist auf dem Papier nicht eindrucksvoller geworden. Er ist nur etwas weniger anspruchsvoll im Umgang mit seinem Besitzer — und bei einem teuren Familien-Crossover ist das manchmal mehr wert als eine weitere Zeile in der Leistungstabelle.

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