Die Miata wird leise — und Mazda rettet ihre Ikone vor dem Verbot in Japan

Die Miata wird leise — und Mazda rettet ihre Ikone vor dem Verbot in Japan
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Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Ab Juli hätten die neuen Lärmregeln den MX-5 in Japan vom Markt gekippt. Mazda konterte mit leiseren Reifen, größerem Schalldämpfer — und einer brandneuen Pure-Sport-Version.

Das hat keiner kommen sehen — die Miata stand kurz vor dem Aus. Doch genau so kam es. Mazda musste leiser flüstern, nur damit der Roadster auf japanischen Straßen bleiben durfte. Ab Juli greifen die Phase-3-Vorschriften zum Außengeräusch für alle Fahrzeuge, und ohne Änderungen hätte der MX-5 die Showrooms zu Hause schlicht verlassen müssen.

Was haben die Ingenieure also getan? Leisere Reifen ausgewählt, einen größeren Schalldämpfer eingebaut, das Ansaugsystem umgekrempelt. Für die Variante mit dem Klappdach hatte das eine unerwartete Folge: Der gewachsene Schalldämpfer fraß die Tiefe des ohnehin winzigen Kofferraums an. Eine typische Mazda-Szene — ein Kompromiss, um eine Ikone zu retten.

Die neuen japanischen Regeln richten sich nach der internationalen UN-Regelung R51-03. Bisher waren 70–74 dB erlaubt, jetzt sind es nur noch 68–72 dB — die genaue Grenze hängt vom Leistungs-Gewichts-Verhältnis ab. Auf dem Papier harmlos, für laute Saugmotoren aber ein heftiger Schlag.

Und jetzt das Beste. Parallel zur leiseren Miata hat Mazda für Japan eine Pure-Sport-Sonderversion mit dem 1,5-Liter-Motor aufgelegt. Graues Stoffdach, die brandneue Farbe Zinc Green Metallic, schwarze 16-Zoll-Räder von Rays, Brembo-Bremsen mit silbernen Sätteln, Bilstein-Dämpfer. Klein, leicht, frech — alles, wofür die Miata seit über drei Jahrzehnten steht.

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