Cadillac scheint es sich mit dem Abschied vom Benziner anders zu überlegen. Laut GM Authority denkt General Motors ernsthaft darüber nach, den XT6 zurückzubringen — jenen dreireihigen Crossover, den in Nordamerika eigentlich schon alle abgeschrieben hatten. Eine neue Generation soll die klaffende Lücke zwischen dem rein elektrischen Vistiq und dem riesigen Escalade schließen. Offiziell bestätigt ist noch nichts. Aber dass überhaupt darüber gesprochen wird, ist schon eine Sensation.
Zur Erinnerung: Die erste XT6-Generation debütierte 2019 als 2020er-Modell, und nach dem Modelljahr 2025 nahm Cadillac sie still und leise aus dem US-Programm. Das große Benziner-SUV unterhalb des Escalade fehlte plötzlich. Der Vistiq ist zwar dreireihig — aber elektrisch, und das passt eben längst nicht jedem Käufer. Genau diese Lücke ist offenbar das stärkste Argument für die Wiedergeburt des XT6.
Wird das Projekt freigegeben, soll der neue XT6 denselben Weg gehen wie der nächste Cadillac XT5 — und auf der GM-C1-Plattform bleiben. Die Produktion landet höchstwahrscheinlich im GM-Werk Spring Hill in Tennessee, wo künftig auch der neue XT5 und der Chevrolet Blazer vom Band laufen. Aber selbst bei grünem Licht: Vor dem Kalenderjahr 2028 wird man das Auto nicht sehen.
Dabei sah es gestern noch so aus, als wäre Cadillac komplett in die Steckdose abgewandert. Die Marke hat bereits eine ganze elektrische Armada — Optiq, Lyriq, Vistiq, Escalade IQ und das Flaggschiff Celestiq. Nur ist die Nachfrage nach Benziner-Luxuscrossovern keineswegs verschwunden. Große Familien, lange Strecken, keine Wallbox vor der Haustür — für diese Kunden ist ein Stromer schlicht keine Lösung. Und Cadillac scheint endlich zugehört zu haben.