Jahrelang galt der Toyota Camry als Maßstab für die „unzerstörbare“ Limousine. Doch im frischen Dreikampf der größten Namen des Segments ging der erste Platz gar nicht an ihn. Experten stellten Toyota Camry, Honda Accord und Hyundai Sonata gegeneinander, um herauszufinden, wer im Trio am zuverlässigsten ist. Über Bewertungen, Pannenhäufigkeit, Reparaturkosten und typische Schwachstellen hinweg setzte sich der Honda Accord durch. Zuverlässigkeitsnote — 4,5 von 5 und erster Platz unter 24 Mittelklasse-Limousinen.
Der Camry lag nur hauchdünn zurück: 4,0 von 5 und Dritter der Klasse. Dafür hat er einen Trumpf — er ist billiger in der Reparatur. Im Schnitt rund 388 Dollar pro Jahr gegenüber 400 beim Accord und 458 beim Sonata. Für den Halter ist das simple Mathematik: Der Toyota ist etwas günstiger im Unterhalt — besonders mit seinem ehrlichen Saugmotor ohne Turbo in den Basisversionen.
Und der Sonata? Fünfter Platz — und das wirkt gerecht. Doch der Koreaner legt seine stärkste Karte auf den Tisch: eine riesige Garantie auf den Antriebsstrang in den USA — 10 Jahre oder 160.000 km. Der Haken ist eine längere Liste möglicher Beanstandungen, von Rückrufaktionen bis zu Klagen über Lack und Elektronik. Beim Accord erinnert man sich noch an alte Fragen zum 1,5-Liter-Turbo und zum Infotainment. Und beim Camry? Die Liste typischer Mängel ist die kürzeste der drei.
Das Fazit ist einfach. Der Accord gewinnt bei der Gesamtzuverlässigkeit. Der Camry ist für alle, die jeden Cent beim Service zählen. Der Sonata lockt mit Garantie und Preis. Doch die eigentliche Frage ist nicht nur Zuverlässigkeit — sondern welche Version man überhaupt bekommt, ob Ersatzteile verfügbar sind und welche Garantie am Ende bleibt.