ChatGPT ist für BMW gerade mehr als ein simpler Chatbot geworden — jetzt lässt sich darin ein echtes Auto konfigurieren. Der Hersteller hat seinen offiziellen Fahrzeugkonfigurator direkt in den Dialog mit der KI eingebunden. Statt sich mühsam durch Karosserie, Motor und Ausstattung zu klicken, beschreibt man das Wunschauto einfach in eigenen Worten: gewünschte Kapazität, Bodenfreiheit, Antriebsart, Allradantrieb, Einsatzbedingungen.
Das Plugin schlägt passende Modelle und Ausstattungen vor, lässt sie vergleichen und die Anfrage im Gesprächsverlauf weiter präzisieren. Farbe, Fahrdynamik, Betriebskosten und weitere Parameter lassen sich in den Dialog einbauen. Anfragen werden als Text oder per Sprache angenommen — am Computer wie auf dem Smartphone.
Die Empfehlungen basieren auf der aktuellen Datenbank des BMW-Konfigurators. Nach der Auswahl öffnet sich die Spezifikation im gewohnten Online-Konfigurator der Marke — dort lassen sich auch ähnliche verfügbare Fahrzeuge ansehen. Eine Bezahlung oder ein Vertragsabschluss direkt in ChatGPT hat das Unternehmen bislang nicht angekündigt.
Zu finden ist die Integration im Plugins-Katalog unter dem Suchbegriff BMW. OpenAI hat den bisherigen App-Katalog am 9. Juli 2026 in das Plugin Directory überführt. Doch Sichtbarkeit im Katalog garantiert noch keine Nutzung: Der Zugriff hängt von Tarif, Region, Plattform, Arbeitsbereichseinstellungen und Admin-Berechtigungen ab.
Und hier liegt der Haken. Geht eine Frage über die BMW-Datenbank hinaus, kann ChatGPT zusätzlich im Internet suchen — sofern diese Funktion aktiviert ist. Die Antwort stützt sich dann nicht mehr nur auf offizielle Herstellerdaten. Preise, Lieferzeiten und die Verfügbarkeit eines konkreten Fahrzeugs sollten deshalb im finalen Konfigurator noch einmal geprüft werden.
Die neue Funktion arbeitet außerhalb des Fahrzeugs und hat nichts mit dem eingebauten Sprachassistenten von BMW zu tun. Welche Länder, Sprachen und nationalen Preislisten unterstützt werden, hat das Unternehmen ebenfalls noch nicht mitgeteilt.
BMW hatte zuvor einen Rückruf von 292 Hybridfahrzeugen in Australien wegen Brandgefahr angekündigt.