Der EQA ist tot, und sein Nachfolger lädt mit 320 kW

Der EQA ist tot, und sein Nachfolger lädt mit 320 kW
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Bestellstart am 30. Juli, Auslieferung ab November, drei Elektroversionen zur Wahl. Doch die 657 Kilometer und die 320 kW gelten nur für zwei davon — der günstigste GLA spielt nach ganz anderen Regeln.

Mercedes-Benz beerdigt gleich zwei Namen. Der EQA geht in die Geschichtsbücher ein, und mit ihm verschwindet das gesamte Kürzel EQ: Die dritte GLA-Generation kommt elektrisch auf den Markt, heißt aber schlicht GLA 200 elektrisch. Bestellt werden kann in Deutschland ab dem 30. Juli 2026, die ersten Autos stehen im November beim Händler. Der Einstiegspreis beträgt 48.599,60 Euro inklusive Mehrwertsteuer, ohne Überführungskosten. Ein günstigeres Elektro-SUV hat die Marke nicht.

Mercedes-Benz GLA
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Zum Start stehen drei Versionen bereit, und sie unterscheiden sich um mehr als die Ziffern im Namen. Der GLA 200 elektrisch leistet 224 PS und nutzt eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 58 kWh. Der GLA 250+ elektrisch bringt es auf 272 PS, der allradgetriebene GLA 350 4MATIC elektrisch auf 354 PS und einen Sprint auf 100 km/h in 5,4 Sekunden. Beide stärkeren Varianten arbeiten mit einem NMC-Akku von 85 kWh. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei allen dreien gleich — 210 km/h.

Und jetzt wird es interessant, denn hier lässt man sich leicht täuschen. Die Rekordmarke von 657 km nach WLTP schafft nicht die gesamte Baureihe, sondern ausgerechnet der GLA 250+ elektrisch. Das Allrad-Topmodell kommt auf bis zu 643 km. Der Basis-GLA 200 mit seinem bescheidenen LFP-Akku bleibt bei 394 bis 447 km. Zwischen Eintrittskarte und nächster Stufe liegen also mehr als zweihundert Kilometer.

Mercedes-Benz GLA
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Beim Laden wiederholt sich dieselbe Geschichte. Die 800-Volt-Architektur erlaubt Gleichstrom mit bis zu 320 kW: Zehn Minuten bringen rund 270 km Reichweite zurück, der Standardvorgang von 10 auf 80 % dauert 22 Minuten. Nur gehen diese 320 kW eben wieder an die Autos mit dem 85-kWh-Akku — der GLA 200 zieht höchstens 200 kW. Und noch ein Detail, das man vor der Unterschrift kennen sollte: Wer die weit verbreiteten 400-Volt-Säulen uneingeschränkt nutzen will, braucht einen separaten Konverter, und der steht auf der Aufpreisliste. Mit Wechselstrom lädt das SUV serienmäßig mit 11 kW, die 22-kW-Variante kostet extra.

Der Zuwachs bei den Maßen ist mehr als eine Marketingfloskel. Der Radstand wächst um 61 mm auf 2790 mm, im Fond kommen 38 mm Beinfreiheit dazu. Der Kofferraum fasst 410 Liter, bei umgeklappter Rückbank 1400 Liter, dazu ein Frunk mit 107 Litern unter der Haube. Die Karosserie fällt 20 mm niedriger aus als bisher, der Luftwiderstandsbeiwert sinkt auf 0,27.

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Wer noch nicht auf Elektroantrieb umsteigen will, muss bis Anfang 2027 warten. Dann ergänzen Hybride mit Front- und Allradantrieb die Baureihe, mit neuem 1,5-Liter-Turbomotor, 48-Volt-System und einem Elektromotor, der im Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe steckt. Mercedes nennt sie „Hightech-Hybride“: Ein solches Auto fährt rein elektrisch an und segelt bis 100 km/h. Im selben Zeitraum kommt auch die vierte Batterie — ein NMC-Akku mit 71 kWh, genau in der Mitte zwischen 58 und 85. Vermutlich ist genau das die Version, auf die die meisten Käufer warten.

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