Chevrolets rätselhafter Elektro-Kompaktwagen hat plötzlich ein Lieblingswerk in Brasilien

Chevrolets rätselhafter Elektro-Kompaktwagen hat plötzlich ein Lieblingswerk in Brasilien
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Brasilien ist noch nicht bestätigt, doch GM nennt PACE in Ceará als Favoriten, falls der neue Elektro-Kompaktwagen für Südamerika lokal gebaut wird.

Bis vor Kurzem hielt sich General Motors für Chevrolets neues kompaktes Elektroauto gleich mehrere Wege offen. Jetzt wird die Geschichte deutlich spannender: Sollte sich GM am Ende für eine Fertigung des künftigen Schrägheckmodells in Brasilien entscheiden, steht der wahrscheinlichste Standort bereits fest. Es ist das PACE-Werk in Horizonte im Bundesstaat Ceará. Eine endgültige Entscheidung gibt es allerdings noch nicht.

Neue Dynamik bekam das Thema nach der GM-Mitteilung vom 31. August. Damals bestätigte der Konzern ein Absichtsprotokoll mit SAIC-GM-Wuling und erklärte, zu den geprüften Projekten gehöre ein neuer kompakter Elektro-Schrägheckwagen von Chevrolet für Südamerika. Eine Produktion in Brasilien war nur eines der möglichen Szenarien — ohne konkretes Werk und ohne Zusage für einen Serienstart.

Nun ist die Auswahl deutlich kleiner. GM-South-America-Vizepräsident Fabio Rua erklärte, dass Ceará im Fall einer lokalen Montage der aussichtsreichste Standort sei, weil dort bereits Know-how für neue Antriebstechnologien aufgebaut wurde. Die GM-eigenen Werke in São Caetano do Sul, São José dos Campos und Gravataí werden für Fahrzeuge aus dem chinesischen Projekt derzeit nicht in Betracht gezogen. Auch eine gemeinsame Entwicklung völlig neuer Modelle von Grund auf ist in dieser Phase nicht Teil der Vereinbarung.

Und dieser Weg ist längst kein Experiment mehr. PACE begann am 3. Dezember 2025 mit der Montage des Spark EUV, am 17. Juni 2026 kam der Captiva EV hinzu. Als Nächstes folgt der Captiva PHEV: GM will die Produktion des Plug-in-Hybrids in Horizonte im November 2026 starten.

Was heißt das also? GM hat der lokalen Montage des neuen Elektro-Kompaktwagens noch kein endgültiges „Ja“ gegeben, doch der Produktionsweg wird immer klarer. Bleibt das Projekt in Brasilien, führt die Straße mit hoher Wahrscheinlichkeit nach Ceará. Eine Alternative bleibt bestehen: der Import fertiger Fahrzeuge.

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