INEOS hat die Serienversion des Grenadier Game Viewer vorgestellt – die bislang expeditionstauglichste Auslegung des SUVs, gedacht nicht für die Bühne, sondern für echte Arbeit in Safariparks und gehobenen Lodges. Der Name hat dabei nichts mit Videospielen zu tun; unter Game Viewer versteht die Marke die Beobachtung von Wildtieren. Den Umbau übernimmt INEOS Kavango, montiert wird in Maun im Norden Botswanas. Die Auslieferungen sollen Anfang 2026 starten, rund zwei Jahre nach dem Auftritt des Prototyps auf Branchenevents – ein Zeitplan, der Zielstrebigkeit signalisiert.

Die Zielgruppe ist klar umrissen: Betreiber von Safaris in Subsahara‑Afrika sowie Ranches und Anwesen in den USA, im Nahen Osten und in Südostasien, wie SPEEDME.RU berichtet. Geplant sind Versionen mit langem und extralangem Radstand; in einer Gästekonfiguration bietet der Grenadier Game Viewer bis zu neun Sitzplätze – eine Zahl, die im kommerziellen Einsatz zählt, wenn eine Ausfahrt möglichst viele Aufgaben abdecken soll. Das wirkt angenehm praxisnah.

Ungewöhnlich ist der Produktionsansatz, den INEOS ausdrücklich hervorhebt. Die Basis-Grenadiers kommen aus Frankreich teilmontiert: ohne Lack, ohne Hecktür, ohne Sitze (außer den vorderen), ohne Seitenscheiben, mit Teilen des Dachs und der Innenverkleidung noch unverbaut sowie mit reduzierter „zusätzlicher“ Elektronik. Die Logik dahinter ist simpel: So lässt sich der Safari‑Umbau schneller und sauberer realisieren, ohne die Substanz des Offroaders anzutasten. Leiterrahmen, Geometrie und Robustheit des 4x4 bleiben unangetastet – genau das, was im harten Alltag wichtiger ist als auffällige Extras. Eine konsequent pragmatische Lösung.

Zudem betont das Unternehmen, dass Garantie und Werksunterstützung auch nach dem Umbau bestehen bleiben. INEOS Kavango übernimmt den Service, Betreiber dürfen Wartungsarbeiten jedoch selbst durchführen, wenn sie die vorgeschriebenen Abläufe einhalten und Originalteile verwenden. Zum Unterstützungspaket sollen Mitarbeiterschulungen, Werkzeuge, ein Vorrat an Verbrauchsmaterialien und Servicehandbücher gehören – ein klares Signal, dass das Programm auf langfristigen, strukturierten Betrieb ausgelegt ist und nicht auf eine einmalige Sonderserie.