Hyundai stellt Export des Ioniq 6 in die USA ein
Hyundai stoppt den Export des Elektroautos Ioniq 6 in die USA ab 2026. Gründe sind hohe Zollgebühren, geringe Absatzzahlen und nachlassende Nachfrage.
Der koreanische Autobauer Hyundai wird den Export des Elektroautos Ioniq 6 (Modelljahr 2026) in die USA einstellen. Allerdings bleibt die Top-Version Ioniq 6 N in einer limitierten Serie sowie alle verbleibenden Einheiten des Modelljahrs 2025 weiterhin im Angebot.
Hohe Zollgebühren
Fahrzeuge, die in die USA importiert werden, müssen hohe Zölle zahlen – das gilt auch für den aus Südkorea stammenden Hyundai Ioniq 6. Das treibt den Endpreis für Käufer deutlich in die Höhe. Anders sieht es bei den Modellen Ioniq 5 und Ioniq 9 aus: Sie werden im US-Werk Metaplant America im Bundesstaat Georgia montiert.
Geringe Absatzzahlen
Obwohl Fachleute den Hyundai Ioniq 6 für seine Leistung, den Komfort, die Reichweite und das Design loben, blieb der kommerzielle Erfolg hinter den Erwartungen des Herstellers zurück. Im vergangenen Jahr wurden weniger als zehntausend Einheiten verkauft – ein Rückgang von etwa 15 Prozent gegenüber früheren Jahren.
Nachlassende Nachfrage nach Subventionsende
Als die US-Bundesregierung ihr Förderprogramm einstellte, das Käufern umweltfreundlicher Fahrzeuge 7.500 US-Dollar erleichterte, sank das Interesse der Verbraucher deutlich. Dieser Punkt ist wichtig, weil er zeigt, wie sehr der Preis für amerikanische Autofahrer dadurch spürbarer wurde.
Hyundai will die restlichen Einheiten der aktuellen Ioniq-6-Version noch abverkaufen, bis der Lagerbestand aufgebraucht ist. Die neue Version wird dann aber nicht mehr für amerikanische Kunden verfügbar sein. Insgesamt ergibt sich ein klares Bild: Die Entscheidung ermöglicht es dem koreanischen Hersteller, seine Kräfte auf Märkte zu konzentrieren, auf denen dieses Modell besser läuft.