Der schwächste M3 CS seit Jahren wird zum begehrtesten

Der schwächste M3 CS seit Jahren wird zum begehrtesten
press.bmwgroup.com
Autor: Pavel Pavlov

Keine Mehrleistung, kein Allrad – und trotzdem stehen die US-Kunden Schlange. Händler verlangen längst Aufpreis über UVP.

Der BMW M3 CS mit Sechsgang-Schaltgetriebe ist in den USA schneller zur Mangelware geworden, als irgendjemand erwartet hatte. Die Nachfrage nach der Dreipedal-Variante ist so groß, dass Händler bereits Wartelisten führen – und das trotz eines heiklen Details. Im Gegensatz zu den meisten früheren CS-Modellen bekommt der neue CS keinen Leistungszuwachs gegenüber dem Serien-M3. Den Käufern scheint das egal zu sein.

Das eigentliche Interesse gilt nicht der PS-Zahl, sondern der Konfiguration selbst. Das ist ein heckgetriebener BMW M3 der Baureihe G80 mit dem S58-Triebwerk, CS-spezifischer Abstimmung und Ausstattung, Sechsgang-Handschaltung und auffälligen Farben wie Imola Red und Techno Violet. Für amerikanische BMW-M-Fans ist das nahezu die perfekte Formel. Die USA bleiben aktuell eines der wichtigsten Reviere für scharfe BMWs mit Schaltgetriebe – und München hat hingehört.

Nach ersten Angaben sollen rund 800–900 Exemplare des M3 CS mit Schaltgetriebe in die USA gehen. Die Verteilung ist streng: BMW-M-Händler bekommen offenbar je zwei Autos, normale Niederlassungen etwa eines, sofern die Kontingente nicht umverteilt werden. Bei vielen Händlern stehen bereits Wartelisten, und ein Teil verlangt deutliche Aufpreise über der unverbindlichen Preisempfehlung.

Und genau hier liegt das Paradoxon. Während die meisten Marken das Schaltgetriebe still und leise beerdigen, sorgt der BMW M3 CS mit drei Pedalen für Aufruhr – genau deswegen. Die fehlende Mehrleistung ist offenbar kein Argument. Für diese Käufer zählen Seltenheit, Heckantrieb und Handschaltung – und alle drei haben nicht mehr lange.

Zuvor hatte das Konzept BMW X10 Pickup einen möglichen Pickup auf Basis des Flaggschiff-SUV angedeutet.

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