Cadillac und GMC gehen in Korea in die Offensive. General Motors hat den bereits 12. gemeinsamen Showroom der beiden amerikanischen Marken eröffnet — diesmal in Incheon, im Viertel Guwol-dong des Bezirks Namdong. Der Schlag zielt direkt auf den westlichen Teil der Hauptstadtregion, wo sich die deutschen Premiummarken bisher viel zu wohl gefühlt haben.
Die GM-Formel ist klar und bereits erprobt. Der Premium Channel wurde zuerst in Songpa in Seoul gestartet, dann in Suwon, anschließend in Busans Haeundae. Cadillac und GMC werden bewusst unter einem Dach verkauft — damit teurer Kundenverkehr nicht versickert und der Käufer das gesamte amerikanische Premiumprogramm auf einen Blick sieht: vom Escalade, Escalade IQ und Lyriq bis zu Acadia, Canyon, Sierra Denali und Hummer EV.
In Incheon hat GM einen eleganten Zug gemacht: Der GMC Hummer EV bekommt seine eigene Ausstellungszone. Das ist kein bloßer Showroom mehr, das ist eine Ansage — seht her, wer wirklich große Elektroautos bauen kann. Koreanische Kunden kennen die Deutschen aus dem Effeff, und Cadillac und GMC müssen mit dem antworten, was die Konkurrenz schlicht nicht hat: Format, das unverkennbare „amerikanische“ Image und einen Charakter, den man nicht verstecken kann.
GMC wird in Korea de facto als teure Marke neu gestartet — mit Denali und dem Hummer EV als Speerspitze. Cadillac zieht parallel seine Elektropalette und die Flaggschiff-SUV nach oben. Und Incheon verschafft GM direkten Zugriff auf eine riesige Metropolregion, in der die Nachfrage nach großen Familien- und Statuswagen kein bisschen nachgelassen hat.
Auf Masse spielt GM hier nicht. Der Einsatz gilt Kunden, denen ein gewöhnlicher Crossover längst zu klein, zu eng und zu langweilig ist. Denen, die Format, Schriftzug und Charakter wollen. Und davon gibt es in Korea offenbar Monat für Monat mehr.