Acht Jahre ist der Jimny der vierten Generation jetzt alt — und Suzuki bekommt einfach nicht genug von dieser kantigen Kiste. Jetzt also der Jimny Sierra Gozel Outdoor Concept: rauer, expeditionstauglicher, kompromissloser. Premiere ist am 14. Juni auf dem Festival Jimny Sunlight 2026 am Yamanaka-See, direkt am Fuß des Fuji.
Entwickelt wurde der Concept gemeinsam mit AWIN, dem langjährigen Zubehörpartner von Suzuki. Die meiste Action spielt sich vorn ab: ein Stoßfänger-Einsatz in Aluminium-Optik, ein massiver Unterfahrschutz mit roten Akzenten und ein Wabengrill mit großem Suzuki-Schriftzug statt der Serienmaske. Seitlich — rote Schmutzfänger, metallisch wirkende Schwellerverkleidungen und neu gestaltete Karosserie-Details unten.
Technisch gibt’s nichts Neues. Basis ist der Jimny 3-Door, und die aktuelle Modellpalette setzt weiterhin auf den Saugbenziner K15B mit 1,5 Liter Hubraum. 75 kW — also rund 102 PS — und 130 Nm. Zuschaltbarer Allradantrieb, dazu wahlweise ein Fünfgang-Schaltgetriebe oder ein Vierstufen-Automat.
Aber um Leistung geht es hier gar nicht. Es geht darum, dass Suzuki zum ersten Mal offen zeigt, wie weit der Jimny „ab Werk“ in Richtung Expedition gehen kann — ganz ohne dubioses Garagen-Tuning. Unterfahrschutz, Bodykit, optische Details — alles aus einem offiziellen Zubehörprogramm, nicht aus einer Resterampe im Internet.
Und jetzt wird’s spannend. Bestellen kann man diese Version nämlich noch nicht. Suzuki hat den Concept zum Festival gebracht, um eine einzige Frage zu beantworten: Wie reagieren die Besitzer? Fällt der Applaus laut genug aus, könnte das Kit in Serie gehen. Daneben steht übrigens der fünftürige Jimny Nomade mit dem bereits erhältlichen Craggy-Style-Paket — und das ist deutlich näher am echten Markt.
Gerade für den Jimny sind solche Projekte Gold wert: Diesen Wagen kauft kaum jemand als gewöhnliches Crossover. Man kauft ihn als Leinwand. Als Auto, das man im Kopf schon umbaut, bevor es vom Hof rollt.
Das Paradox des Jimny: Er bleibt er selbst gerade dann, wenn man ihn verändert. Man muss nur klar zeigen, wohin die Reise geht.