Mercedes nennt es das umfassendste Update der Maybach S-Klasse in der Geschichte des Modells — und diesmal decken sich die Worte mit den Taten. Die Flaggschiff-Limousine erhält eine neue digitale MB.OS-Architektur, ein MBUX der vierten Generation und ein überarbeitetes Design mit deutlich ausdrucksstärkerer Lichtgrafik. Das Update betrifft nahezu alles — vom Kühlergrill bis zu dem, was sich unter der Haube verbirgt.
Außen fällt der Blick zuerst auf den Kühlergrill — er ist um 20 % größer geworden und leuchtet nun entlang seiner Kontur. In ausgewählten Märkten erstrahlen nachts das Maybach-Emblem an der C-Säule und der Mercedes-Benz-Stern auf der Motorhaube. Dazu kommen neue Schmiederäder, ein erweitertes MANUFAKTUR-Programm und das Made-to-Measure-Programm — mit einer nahezu grenzenlosen Auswahl an Farben, Ausstattungen und individuellen Lösungen.
Innen setzt man auf drei Dinge: Stille, Materialien und digitalen Komfort. Der neue MBUX Superscreen vereint das zentrale Display und den Beifahrer-Bildschirm unter einer einzigen Glasfläche, während die Fondpassagiere zwei 33,3 cm große Bildschirme bekommen. Und hier die Überraschung, die man von Maybach am wenigsten erwartet hätte: Erstmals lässt sich die Limousine komplett ohne Leder bestellen. Die Variante Stormy Grey kombiniert das ARTICO-Kunstleder mit dem Mirville-Gewebe — einer Mischung aus Leinen und recyceltem Polyester.
Und jetzt zur eigentlichen Pointe. Die Motorenpalette wurde neu geordnet — und die Änderungen reichen tiefer, als es scheint. In Europa und einer Reihe weiterer Märkte hat das Flaggschiff Mercedes-Maybach S 680 gewechselt, was unter seiner Haube steckt: Statt des vertrauten V12 sitzt dort nun ein Achtzylinder M 177 Evo mit 450 kW plus 17 kW aus einem Mild-Hybrid-System. Mercedes versichert, der neue Motor stehe dem Zwölfzylinder in puncto Kraft in nichts nach. Ganz verabschiedet ist der V12 nicht — für ausgewählte Märkte bleibt er erhalten. Der S 580 leistet 395 kW plus 17 kW, und der Plug-in-Hybrid S 580e verspricht rund 100 km rein elektrische Reichweite.
Zuvor hatte es geheißen, dass Mercedes-Benz die Bestellbedingungen für eine Option des elektrischen GLC EQ geändert hat.