Die Legende geht leise, ohne Abschiedstournee. Porsche lässt den Verbrenner-Macan der ersten Generation auslaufen — genau jenen, den man den „Sportwagen unter den SUVs“ taufte. Gebaut wird er seit Ende 2013, das letzte Exemplar läuft Ende Juli in Leipzig vom Band.
In Europa verschwand der Benzin-Macan schon früher aus den Schauräumen — er erfüllte die neuen GSR2-Vorgaben zur Cybersicherheit nicht. Jetzt zieht er sich auch aus allen übrigen Märkten zurück. Und für Porsche war die Entscheidung schmerzhaft: In Stuttgart war man überzeugt, die Käufer würden geschlossen auf den elektrischen Macan der zweiten Generation umsteigen. Taten sie nicht.
Die Zahlen sprechen für sich. 2025 lag die Elektroversion bei den Auslieferungen tatsächlich vorn — 45.367 Autos gegen 38.961. Doch im ersten Halbjahr 2026 kippte alles. Von 35.315 ausgelieferten Macan waren 19.695 Benziner und nur 15.620 Stromer.
Porsche legte für den US-Markt vorab ein Lager an und rechnet damit, dass diese Vorräte bis 2027 reichen. Danach — eine Lücke. Einen direkten Nachfolger für den Benzin-Macan gibt es noch nicht: Ein neuer kompakter Crossover mit Verbrenner und Hybridversionen wird erst gegen 2028 erwartet, und er heißt dann anders — der Name Macan bleibt dem Elektroauto vorbehalten. Die Lehre daraus ist ernüchternd. Ein abrupter Schwenk auf Elektroantrieb kann selbst Riesen teuer zu stehen kommen.