XPengs neuer MONA L05 ist größer, mutiger und gleich zwei völlig verschiedene Autos in einem

XPengs neuer MONA L05 ist größer, mutiger und gleich zwei völlig verschiedene Autos in einem
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Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Der neue MONA L05 wächst auf 4870 mm bei 2940 mm Radstand, und Käufer wählen zwischen einem reinen Elektroantrieb und einem EREV mit Benzingenerator.

Während Konkurrenten noch darüber streiten, wer eigentlich einen weiteren kompakten Crossover braucht, hat XPeng still und leise ein ganz anderes Kaliber auf Chinas Straßen geschickt. Der MONA L05 ist das dritte Modell der Massenmarkt-Familie nach der Limousine M03 und dem Crossover L03 — und das ist kein bescheidener Stadtwagen. Länge: 4870 mm. Radstand: 2940 mm. Spürbar größer als der aktuelle SUV der Marke. Und jetzt wird es interessant: Käufer können zwischen zwei völlig unterschiedlichen Antriebskonzepten wählen — einem rein elektrischen und einem EREV mit Benzingenerator. Das ist keine Ausstattungsfrage. Das ist eine Frage der Philosophie.

Die elektrische Version des L05 erhält einen einzelnen Heckmotor mit 183 kW, also rund 249 PS, kombiniert mit einer 71,1-kWh-Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Chinesische Zulassungsdokumente bestätigen vier verschiedene Reichweitenwerte — 615, 635, 640 und 660 km nach CLTC-Zyklus. Diese Streuung ist beachtlich, und sie kommt nicht von ungefähr: Sie bildet offensichtlich unterschiedliche Ausstattungsvarianten ab.

Die EREV-Version behält denselben 183-kW-Antriebsmotor, ergänzt ihn aber um einen 1,5-Liter-Saugbenziner mit 70 kW, der ausschließlich als Generator arbeitet. Die Batterie fällt hier kleiner aus — 37,2 kWh —, doch selbst ohne laufenden Verbrenner sollen laut Hersteller 237 bis 253 km nach CLTC drin sein. Der benzinbetriebene Partner ist also eher ein Sicherheitsnetz für lange Strecken als eine tägliche Notwendigkeit.

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XPeng MONA L05

Bei den Abmessungen setzt sich der L05 deutlich vom MONA L03 ab. Der Neuling ist rund 220 mm länger, sein Radstand wurde um etwa 90 mm gestreckt — und trotzdem bleibt die Leistung des Hauptmotors mit 183 kW unverändert. Die Familie wächst, doch sie teilt sich weiterhin ein Herz.

Im Innenraum des Prototyps fallen ein großer zentraler Touchscreen, ein Zweispeichenlenkrad, ein Gangwahlhebel an der Lenksäule sowie kabelloses Laden für das Smartphone auf. Außen bleibt der MONA-Familienlook erhalten, mit geschlossener Frontpartie, Y-förmigen Leuchten und abfallender Dachlinie. Nur mit einem globalen Marktstart sollte man vorerst nicht rechnen — und dafür gibt es einen Grund.

XPeng hat bereits den MONA L03 offiziell zum internationalen Modell erklärt: Seine Premiere fand am 16. Juli in München statt, und das Auto soll in 65 Ländern und Regionen an den Start gehen. Der L05 hingegen existiert bislang nur in chinesischen Zulassungsunterlagen — ohne Exportmärkte, ohne Preise, ohne Verkaufsstart. Er muss noch auf seinen Auftritt auf der Weltbühne warten.

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