Eine kleinere Buick-Electra-Limousine fährt bereits durch chinesische Städte

Eine kleinere Buick-Electra-Limousine fährt bereits durch chinesische Städte
B. Naumkin / Tarantas.News
Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Buicks Electra-Familie könnte eine kompakte Limousine unterhalb des 5.032 mm langen L7 bekommen – erste Prototypen testen bereits auf öffentlichen Straßen in China.

Buicks Electra-Familie könnte bald einen kleinen Bruder bekommen – eine Limousine, die deutlich kompakter ausfällt als der aktuelle, 5.032 mm lange L7. GM Authority berichtet unter Berufung auf eigene Quellen, SAIC-GM habe bereits erste Prototypen des neuen Modells von der PATAC-Teststrecke auf öffentliche Straßen in chinesischen Großstädten geschickt. Eine offizielle Ankündigung gibt es bislang nicht. Doch ein neues Auto im echten Straßenverkehr lässt sich schwer geheim halten.

Das neue Modell soll sich unterhalb des Electra L7 einordnen und die Submarke in ein volumenstärkeres Segment führen. Die Logik dahinter ist naheliegend: Die Xiao-Yao-Architektur wurde von Anfang an nicht für eine einzige Karosserieform entwickelt, sondern gleich für Limousinen, SUVs und Vans mit Front-, Heck- oder Allradantrieb – und sie unterstützt rein elektrische, Plug-in-Hybrid- sowie serielle Hybridantriebe gleichermaßen.

Welche Versionen die neue Limousine konkret erhält, ist noch offen. GM Authority hält mindestens zwei elektrifizierte Varianten für wahrscheinlich, will das aber ausdrücklich nicht als bestätigtes Datenblatt verstanden wissen. Name, Abmessungen, Batterie, Leistung und Preis bleiben vorerst unter Verschluss.

Der Vergleich mit dem aktuellen L7 ordnet die Sache ein. Die Flaggschiff-Limousine bringt es auf 5.032 mm Länge bei 3.000 mm Radstand, ihre rein elektrische Version wird in China bereits mit 800-Volt-System und einer CLTC-Reichweite von bis zu 702 km verkauft. Das neue Auto soll für Electra eine Klasse unterhalb des großen L7 erschließen – ihn nicht ersetzen. Das ist ein grundlegend anderer Ansatz.

Buick hat schon früher betont, dass die Xiao-Yao-Familie alle wichtigen Preissegmente des chinesischen NEV-Marktes abdecken soll. Eine zweite, kompaktere Limousine würde genau eine der verbliebenen Lücken in diesem Angebot schließen. Der nächste verlässliche Bestätigungspunkt dürfte die Eintragung des Modells bei der chinesischen Zulassungsbehörde sein – erst dann werden exakte Abmessungen, Gewicht und Antriebsdaten öffentlich.

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