Das Update sollte sich von selbst installieren. Jetzt stoppt GM den Verkauf von sieben SUVs

Das Update sollte sich von selbst installieren. Jetzt stoppt GM den Verkauf von sieben SUVs
B. Naumkin
Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Ein stilles GM-Bulletin verbietet Händlern den Verkauf bestimmter Escalade-, Tahoe-, Suburban- und Yukon-Modelle von 2025, bis ein gescheitertes Over-the-Air-Update von Hand nachgeholt wurde.

GMs Update „over the air" ist in der Praxis gescheitert – und jetzt dürfen Händler bestimmte großformatige SUVs des Konzerns nicht verkaufen, bevor ein Techniker das von Hand nachgeholt hat. Programm N262545571 erfasst auf einen Schlag sieben Modelle des Jahrgangs 2025: den Cadillac Escalade, Escalade ESV und Escalade IQ, den Chevrolet Tahoe und Suburban sowie den GMC Yukon und Yukon XL. Ein Sicherheitsrückruf ist das nicht – formal handelt es sich um ein Customer Satisfaction Program. Leichter macht das die Sache trotzdem nicht.

Laut dem Bulletin N262545571 von General Motors haben bestimmte vordere und hintere Infotainment-Module ihr OTA-Update schlicht nicht abgeschlossen. Manche liegen gleich mehrere Softwareversionen zurück, weshalb Techniker die Neuprogrammierung jetzt bis zu dreimal wiederholen dürfen. Bauteile müssen dabei nicht getauscht werden – nur Geduld ist gefragt.

Und dann kommt die Bedingung, die weit über eine gewöhnliche Update-Mitteilung hinausgeht. Steht ein Fahrzeug aus dem Programm beim Händler, verlangt GM, das Problem zu beheben, bevor es verkauft oder an einen Kunden übergeben wird. Das betrifft Neuwagen ebenso wie Gebrauchtwagen und zertifizierte CPO-Fahrzeuge.

Die Teilnahme entscheidet sich nicht allein über Modell und Baujahr, sondern über die VIN im System GM Global Warranty Management. Halter in den USA und Kanada erhalten ein Anschreiben, und das kostenlose Update bleibt bis zum 31. August 2028 verfügbar – unabhängig vom Alter des Fahrzeugs, dem Kilometerstand oder einem Besitzerwechsel.

Für den Escalade IQ ist es bereits die zweite Service-Geschichte in diesem Jahr: Im Frühjahr hatte GM eine separate Anweisung zum Hochvoltsystem herausgegeben, im August wurden dann mehrere Fahrzeuge wegen eines kompletten Austauschs der Antriebsbatterie zurückgerufen.

Der aktuelle Fall liegt anders – ein Sicherheitsrisiko wird in den Unterlagen nicht genannt. Doch er zeigt eine viel banalere Grenze der OTA-Technik: Ist die Software-Kette erst einmal mehrere Releases im Rückstand, wird aus dem Fernupdate wieder ganz altmodische Handarbeit beim Händler.

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