BMW ist beim iX1 auf ein unerwartetes Problem gestoßen: Dem Unternehmen fehlen ausreichend 17- und 18-Zoll-Räder. Daher könnte die Produktion des elektrischen Crossover vorübergehend stillstehen, und Kunden werden gebeten, ihre Bestellungen auf 19-Zoll-Felgen umzustellen.
Theoretisch klingt dieser Tausch nach einer Aufwertung – größere Räder sehen meist besser aus und verleihen dem Auto ein hochwertigeres, sportlicheres Erscheinungsbild. Doch bei einem Elektroauto ist dieser optische Gewinn nicht kostenlos. Größere Räder beeinträchtigen oft den Fahrkomfort und können die Reichweite schmälern, da sie mehr Masse, schlechtere Aerodynamik und Reifen mit höherem Rollwiderstand mit sich bringen. In seinem Test des iX1 wies das Magazin Auto Express darauf hin, dass 19- und 20-Zoll-Räder das Fahrgefühl straffer machen, während 17- und 18-Zoll-Optionen die vernünftigere Wahl für den Komfort sind.
Für iX1-Käufer geht es bei der Entscheidung um mehr als nur die Optik. Dieses kleine E-SUV wird wegen seines edlen Innenraums, der guten Dämmung, der urbanen Alltagstauglichkeit und der planbaren Kosten geschätzt. Wenn größere Räder eine schnellere Auslieferung ermöglichen, landen die Kunden am Ende mit einem schickeren Auto da, das aber alltagstaugliche Abstriche macht: härter über Bodenwellen und womöglich weniger effizient.
Der Vorfall zeigt, wie anfällig die Lieferketten der Autoindustrie nach wie vor sind. Früher wurden Verzögerungen mit Chips, Akkus oder komplexer Elektronik erklärt – heute kann die Produktion an etwas so Einfachem wie Radgrößen hängen. Und ausgerechnet die „langweiligen" Basisfelgen entpuppen sich oft als die beste Wahl für ein Elektroauto.
Der BMW iX1 ist ein wichtiges Modell für die Marke: Er ist der kleinste E-SUV im Angebot und eine der Einstiegsmöglichkeiten ins Premium-EV-Segment. Die Geschichte ist eine kleine Erinnerung daran, dass die sinnvollste Option nicht immer die auffälligste ist, sondern die, die dem Auto mehr Reichweite und eine ruhigere Fahrt auf unebenen Straßen verschafft.