Subaru hat auf seinen kleinsten SUV gesetzt — und der Einsatz hat sich ausgezahlt. Der Rex in der Z-HYBRID-Ausstattung ist aus Gründen interessant, die weit über die Größe hinausgehen. Es ist die Topvariante des japanischen Crossovers auf Basis des Daihatsu Rocky, und sie trifft eine empfindliche Stelle des Marktes: einen Verbrauch, vor dem das halbe Hybridsegment in Deckung gehen sollte.
Die Abmessungen des Rex sind durch und durch städtisch: 3995 mm lang, 1695 mm breit, 1620 mm hoch. Der minimale Wendekreis der Version mit 17-Zoll-Rädern liegt bei nur 5,0 m. Im dichten Stadtraster, auf engen Parkplätzen und im Alltag bewegt sich dieser Crossover so, wie es viele moderne „Kompakte“ längst verlernt haben. Und das Verpackungsmaß geht nicht zulasten des Innenraums.
Der Trumpf des Z HYBRID heißt e-SMART HYBRID. Und jetzt wird es spannend. Der 1,2-Liter-Dreizylinder treibt die Räder überhaupt nicht an. Er arbeitet ausschließlich als Generator. Die Räder werden von einem Elektromotor bewegt — das ist im Kern ein serieller Hybrid, logisch näher am Nissan e-Power als am klassischen Toyota-System. Daher das geschmeidigere Ansprechverhalten in der Stadt und die fast vollständige Stille bei niedrigen Geschwindigkeiten. Der angegebene Verbrauch liegt bei 28,0 km/l im WLTC. Umgerechnet sind das rund 3,6 l auf 100 km.
Unter allen Subaru-SUVs ist das schlicht der beste Wert. Aber es gibt einen Haken, und der ist dick: Den Rex Z HYBRID gibt es ausschließlich mit Frontantrieb. Für leichte Schotterpisten, Wochenendausflüge aufs Land und winterlichen Stadtverkehr dürfte das genügen. Wer Subaru jedoch mit dem markentypischen symmetrischen Allradantrieb verbindet, muss zu anderen Modellen greifen. Das ist, ehrlich gesagt, der ideologische Riss im Projekt Rex.
Die Topversion grenzt sich auch optisch ab: Hybridkühlergrill in Gunmetal, eigene Hybrid-Embleme an Flanke und Heck, 17-Zoll-Räder im Spezialdesign in Schwarz mit Diamantschliff. Zur Ausstattung gehört Smart Pedal — eine Funktion, die das Verzögern aktiver über das Fahrpedal steuern lässt. Nach ein paar Tagen Gewöhnung wirkt das klassische Bremspedal fast überflüssig.
Das praktischste Detail steckt aber tief im Hybridsystem. Eine AC100V-Steckdose mit 1500 W Leistung und Notstromfunktion. Campingplatz, Ausflug in die Natur, Stromausfall zu Hause — der Rex verwandelt sich in ein rollendes Kraftwerk. Für einen kompakten SUV ist das eine seltene Option, und genau sie macht den Z HYBRID nicht nur sparsam, sondern zu einer mobilen Energiequelle.
Der Preis des Subaru Rex Z HYBRID in Japan liegt bei 16,3 Tausend Dollar inklusive Steuer. Neben seinen Verwandten Daihatsu Rocky und Toyota Raize wirkt er deutlich weniger massentauglich. Doch genau darin liegt der Reiz: Wer einen sparsamen kompakten SUV sucht, ohne das Gefühl, dass beim zweiten Nachbarn dasselbe Auto steht, bekommt eine seltene Kombination — Sparsamkeit, Hybridlogik und dazu die blauen Subaru-Flügel auf dem Kühlergrill.