Dieses Explorer-Facelift bekommt Amerika niemals zu sehen

Dieses Explorer-Facelift bekommt Amerika niemals zu sehen
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Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Neues Gesicht, ein 27-Zoll-Screen und 290 PS — in China wird der Explorer zur Landyacht, während die USA die schlichtere Version behalten. Der Abstand war nie größer.

Amerika bleibt mal wieder außen vor. Ford hat einen überarbeiteten Explorer gezeigt — aber nur für China, und erneut ist es nicht das SUV, das in den USA verkauft wird. Die chinesische Version bekommt ein eigenes Design, einen edleren Auftritt und einen Innenraum, den ein riesiger Bildschirm beherrscht. Die Marke will den Familien-Explorer offenbar in eine „Landyacht“ für den lokalen Markt verwandeln.

Gezeichnet hat die Optik Fords chinesisches Designzentrum — und man sieht es. Vorn: ein großer, rechteckiger Grill, wuchtiges Chrom, eine neue durchgehende Lichtsignatur und dezente Chromeinsätze an den Luftauslässen. Der Timberline spielt nach eigenen Regeln — betont rau. Eigene Designelemente, integrierte vordere LED-Beleuchtung, ausfahrbare Abschlepphaken, silberner Unterfahrschutz und Räder mit Twister-Orange-Akzenten.

Innen die Wahl beim Platz: fünf, sechs oder sieben Sitze. Doch ein Detail stiehlt allen die Show. Ein 27-Zoll-Screen, eingefasst von neuem Metalldekor, mit Ambientelicht und neu gestalteter Mittelkonsole. Schon vor dem Debüt spaltete dieses Display die Gemüter — die einen finden es spektakulär, die anderen sehen ein Familien-SUV, das von der praktischen Logik zum reinen Show-Car abdriftet.

Ford Explorer
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Unter der Haube dagegen? Keine Überraschungen. Laut MIIT-Unterlagen steckt hier ein 2,3-Liter-EcoBoost mit 286 hp (oder 290 PS); das Drehmoment der aktuellen Version wird bei rund 445 Nm erwartet. Das Getriebe ist mit ziemlicher Sicherheit die bekannte 10-Gang-Automatik. Das ist keine Revolution im Motorraum. Es ist eine Wette auf Design, Komfort und lokalen Geschmack.

Und genau hier wird die Kluft zwischen den beiden Explorer immer größer. In den USA verkauft Ford ein klares dreireihiges Familien-SUV mit übersichtlichen Ausstattungen — dort wich der Timberline dem Tremor. In China zieht man dieselbe Silhouette konsequent nach oben: mehr Chrom, mehr Bildschirm, mehr Gerede von „Premium“. Für Ford ist es ein erzwungener Schritt. Chinas Käufer messen den Explorer längst nicht mehr nur an Toyota Highlander und Volkswagen Teramont, sondern an lokalen Marken — und die haben früh gelernt, große Bildschirme und edle Innenräume günstiger anzubieten als die globalen Player.

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