Tesla beweist wieder einmal eine einfache Wahrheit: Die größten Veränderungen an seinen Autos kommen nicht vom Band — sie kommen über die Luft. Das frische Update 2026.20.6.1 führt die Reihe 2026.20 fort, genau jene, die bereits die Verschlüsselung der Dashcam-Aufnahmen, die Kindersicherung und den Sprachstart des Grok-Assistenten brachte.
Beginnen wir mit dem Datenschutz. Die Funktion Dashcam Clip Encryption legt deine Videos unter Verschluss: Die Dateien auf dem USB-Stick werden nun verschlüsselt, und den Stick einfach herauszuziehen und die Clips an einem fremden Rechner zu öffnen, funktioniert nicht mehr. Stick verloren oder gestohlen? Ohne Schlüssel bleibt es ein Haufen unlesbarer Daten. Vor dem Hintergrund langjähriger Kritik daran, wie Tesla mit seinen Kameras umgeht, ist der Schritt mehr als überfällig.
Dann kommt die Kontrolle. Die Kindersicherung erlaubt es jetzt, den Zugang zu den Apps Browser, Theater und Arcade zu sperren — praktisch, wenn ein Teenager am Steuer sitzt oder das Auto im Firmenfuhrpark läuft. Und der Befehl „Hey Grok“ weckt den KI-Assistenten allein per Stimme. Nur die Begeisterung solltest du bremsen: Der Assistent steckt noch in der Beta und kann vorerst wenig — ein Gespräch führen und die Navigation anpassen. Doch der Anfang ist gemacht.
Und zum Schluss eine Kleinigkeit, die jeder zu schätzen weiß, der je die beunruhigende Meldung „Sicht der vorderen Kamera eingeschränkt“ gesehen hat. Im Menü Driver Assist ist ein Bildschirm namens Forward Camera View Cleaning aufgetaucht: Er zeigt ein Live-Bild der Frontkamera und lässt dich hineinzoomen, um genau jenen trüben Fleck der Scheibe vor den Objektiven zu putzen. Kein Blindputzen mehr. Für ein Auto des Jahres 2026 zählen solche Software-Details nicht weniger als die Hardware unter der Haube.