Noch vor Kurzem hing der Kia XCeed am seidenen Faden — das Modell wurde still und leise aufs Abstellgleis geschoben, und seine Zukunft in Europa schien schon besiegelt, und zwar nicht zum Guten. Dann wurde das Urteil gekippt. Der überarbeitete Crossover hat überlebt, bekommt bereits Preise in Spanien und rollt mit neuem Design, erweiterter Technik und der für den lokalen Markt so wichtigen ECO-Plakette zu den Händlern.
Die spanische Palette ist um vier Ausstattungslinien herum aufgebaut — Concept, Drive, Tech und Emotion. Der Basis-XCeed 2027 kostet 27.349 Euro. Und das ist kein hohles „Einstiegs“-Preisschild. Für dieses Geld gibt es einen 1.0 T-GDi mit 115 PS und Sechsgang-Schaltgetriebe, LED-Licht, ein Multimediasystem mit Navigation, Android Auto und Apple CarPlay, eine Zweizonen-Klimaautomatik, eine Rückfahrkamera, Parksensoren, einen Tempomat und ein komplettes Paket an Sicherheitsassistenten.
Doch in Europa setzt Kia auf etwas anderes — den 1.0 MHEV mit 115 PS und einem 48-Volt-Mildhybridsystem. Schaltgetriebe oder Siebengang-Doppelkupplung zur Wahl — und mit ihnen genau jene ECO-Plakette. Und in Spanien ist das kein Aufkleber fürs Image. Das ist tägliche Freiheit. Weniger Einschränkungen, leichteres Parken, freie Einfahrt in jene Innenstadtzonen, in die gewöhnliche Benziner längst nicht mehr dürfen. Die Preise für diese Versionen beginnen bei 28.349 Euro — rund 32.300 Dollar.
Weiter oben in der Palette steht der 1.6 T-GDi ganz ohne Elektrifizierung. 150 PS mit Siebengang-Automatik ab 32.249 Euro und eine 180-PS-Variante in der Topausstattung Emotion für 38.149 Euro, also etwa 43.500 Dollar. Und ein Detail rückt alles sofort zurecht. Jeder XCeed bleibt Fronttriebler. Das ist kein kleiner Ersatz für den Sportage. Das ist ein höhergelegter Schrägheck-Wagen für Stadt und Autobahn — und dazu steht er ehrlich.
Und die Konkurrenz? Citroen C4, Volkswagen T-Roc, Fiat Tipo — der neue XCeed punktet nicht mit dem Preis allein, sondern mit der Balance. In Spanien startet der C4 fast gleichauf, ab 28.174 Euro. Der T-Roc ist spürbar teurer, ab 30.956 Euro. Der Tipo ist günstiger, aber auch schlichter — im Status, in der Technik, im Gefühl. Kia hat sich sauber dazwischengeschoben. Eine Spur emotionaler als ein gewöhnlicher Kompakter, günstiger als mancher Crossover und mit ebenjener ECO-Plakette, für die andere den Umstieg auf einen teuren Plug-in-Hybrid bezahlen lassen.