Die M3, die man nicht hört, ist da — und sie driftet wie das echte Auto

Die M3, die man nicht hört, ist da — und sie driftet wie das echte Auto
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Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Ein fast lautloser M3-Prototyp stürmte über die Nordschleife, brach seitlich aus und könnte über 1000 PS leisten — zum Preis des Benziners.

BMW stellt bereits den Nachfolger der M3 auf — und zum ersten Mal in der Geschichte bekommt die legendäre Limousine einen Zwilling, der beinahe lautlos fährt. Neben der neuen Benzinversion steht eine elektrische Alternative. Die einen nennen sie BMW i3 M, die anderen iM3. Vor Kurzem drehte ein Prototyp auf dem Nürburgring seine Runden, und schon die ersten Meter sagten alles: Das ist kein gewöhnliches „Geradeaus-Bügeleisen“.

Die Testlimousine beschleunigte nicht einfach nur — sie biss sich in die Scheitelpunkte, nahm die Kurvenkombinationen und brach an einer Stelle in einen kontrollierten Drift aus. Für ein schweres Batterieauto zählt das eine Menge. BMW M will nicht die nackten Zahlen bewahren, sondern den lebendigen Charakter, für den man eine M3 kauft. Leistung ist schön. Aber auf der Strecke zeigt sich sofort, ob ein Auto die Richtung wechseln und Runde um Runde einstecken kann.

Die elektrische M3 soll die künftige i3-Reihe auf der Neue-Klasse-Architektur krönen. Von der neuen Benzin-M3 wird man sie kaum unterscheiden können — unter dem Blech aber teilen die beiden ersten Angaben zufolge fast nichts. Die Verbrennerversion behält den Reihensechszylinder mit Biturbo, und seine Leistung dürfte bei rund 550 PS liegen.

BMW M3 EV
Screenshot: CarSpyMedia

Beim Stromer sieht die Sache ganz anders aus. Insider sprachen früher von vier Motoren — einer pro Rad — und einer Systemleistung von etwa 1000 PS. Nun gibt es Hinweise, dass selbst dieser Wert nicht die Obergrenze sein muss. Bestätigen sich die Gerüchte, wird die iM3 die M3 nicht bloß im Elektrozeitalter ersetzen, sondern den stärksten Sportlimousinen der neuen Zeit direkt die Stirn bieten. Doch viel spannender ist etwas anderes: Einem aktuellen Bericht zufolge könnte die elektrische M3 ungefähr so viel kosten wie die Benzinerin.

Und genau da wird die Wahl richtig schwer — nicht nur für Markenfans, sondern für alle, die Elektroautos bislang als teures Spielzeug abtaten. Die vollständige Premiere wird gegen Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Die aktuelle M3 verabschiedet sich lautstark. Doch das nächste Kapitel dürfte noch lauter ausfallen — auch wenn das Auto selbst fast geräuschlos fahren wird.

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