Endlich hört dieser Mini-Suzuki auf, Defender zu spielen, und kehrt heim ins Jahr 1970

Endlich hört dieser Mini-Suzuki auf, Defender zu spielen, und kehrt heim ins Jahr 1970
DAMD Styling Effect
Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Kein falscher G-Wagen, kein falscher Bronco. Das Roots-Kit von Damd führt den Jimny zum allerersten Suzuki-Geländewagen — für rund 4060 Dollar Aufpreis.

Manchmal verpasst ein Tuner einem Auto nicht das Gesicht eines anderen, sondern gibt ihm sein eigenes zurük. Genau das hat die japanische Firma Damd getan. Ihr Roots-Kit schleudert einen modernen Suzuki Jimny ein halbes Jahrhundert in die Vergangenheit — direkt zum allerersten Suzuki-Geländewagen von 1970. Und diesen Jimny misst man nicht in Zahlen. Man betrachtet ihn einfach.

Die Idee ist fast schon beleidigend simpel — und trifft den Charakter des Modells punktgenau. Anders als bei den Umbauten zur Mercedes-Benz G-Klasse, zum Bronco oder zum Defender gibt der Jimny hier nicht vor, ein fremdes Auto zu sein. Damd holt ihn zu seinen Wurzeln zurük: neue Stoßfänger vorn und hinten, ein umgeformter Grill, veränderte Leuchten, untere Zierleisten und die obligatorischen Schmutzfänger hinter den Rädern. Gegen Aufpreis gibt es andere Spiegel, ein Dach mit Stoffverdeck-Optik und einen Dachträger. Letzterer ist keine Laune, sondern Rettung: Der Kofferraum des Jimny ist winzig.

Zum vollen Paket gehören fünf Retro-Räder Apio Wildboar SR — inklusive Reserverad — und Reifen Bridgestone Dueler M/T 674 in der Größe 185/85 R16. Es sind die Räder, die das Bild vollenden. Vor Ihnen steht kein Show-Car von der Bühne, sondern ein kleiner, ehrlicher 4x4 aus der Vergangenheit, der wie zufällig moderne Technik bekommen hat.

Suzuki Jimny Roots von Damd
DAMD Styling Effect

Und jetzt die Zahlen. Das Kit kostet 627.000 Yen mit Steuer und Lackierung, aber ohne Montage — rund 4060 Dollar oder 300.000 Rubel. Der Basis-Jimny kostet in Japan ab 1.918.400 Yen, etwa 12.430 Dollar oder 919.000 Rubel. Alles zusammen landet man bei rund 2,55 Millionen Yen: etwa 16.500 Dollar oder 1,22 Millionen Rubel.

Und hier steckt der Haken. Die Basis ist nicht der Export-Jimny mit dem 1.5-Liter-Motor, sondern die japanische Kei-Version. Unter der Haube stecken nur 660 ccm, 64 PS und 96 Nm, der Aufbau misst gerade einmal 3395 mm, der Allradantrieb ist zuschaltbar. Ein Kraftrivale für große Geländewagen war dieser Wagen also nie und wird es nie sein. Dafür ist er ein kompakter Alleskönner für enge Straßen, Waldwege und die Enge der Stadt, wo Größe mehr zählt als Leistung.

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